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Mathis Böhler (weiß/mitte) muss theoretisch im Alleingang die Union in Front bringen.

Zwei Gesichter auf der Pressekonferenz, denen man die Gefühlslagen ablesen konnte. Das brachten beide folglich in ihren Statements auch zum Ausdruck. „Ich bin mit dem Auftreten meiner Mannschaft speziell in der 1. Halbzeit sehr zufrieden. Doch wir müssen uns vorwerfen lassen, dieses Spiel nicht zeitiger entschieden zu haben“, ärgerte sich Mike Sadlo über den am Ende nur einen erzielten Zähler am Stendaler Hölzchen. Schien Sandersdorfs Trainer leicht angefressen, so konnte sein Gegenüber doch etwas gelöster durchatmen. „Wir hatten große Probleme mit Ballgewinnen und auch Ballkontrolle. Sandersdorf hat das sehr gut gemacht. Aber meine Mannschaft hat das Gegentor nicht umgeworfen, obwohl ich trotzdem sagen muss, dass es für uns am Ende ein glücklicher Punktgewinn war“. So die ehrliche Analyse von Stendals Coach Sven Körner. Dass der 1. FC Lok Stendal am Ende tabellarisch jenen einen Punkt und Tabellenplatz über den Gästen von der SG Union Sandersdorf blieb, lag an der Chancenverwertung der Gäste und am Ende vielleicht auch an einer streitbaren Abseitsfahne von Assistent Marco Semrau. Maximilian Schnabel schickte den aus der Tiefe startenden Denis Zivcec per Steilpass. Assistent Semrau ließ sich vom passiv im Abseits stehenden Sandersdorfer Stephan Eberhard in seiner Entscheidung leiten und unterband ein aussichtsreiches Solo vom jungen Kroaten (77.).

Halbzeitsmalltalk mit dem wie immer modisch gestylten Union- Präsidenten Uwe Störzner.

Doch zu diesem Zeitpunkt- besser gesagt eigentlich bereits zum Seitenwechsel- mussten die Sandersdorfer aus ihren Möglichkeiten deutlich mehr Kapital geschlagen haben. Ein gegen die Gegnerschaft und Schiedsrichtergespann aufgebrachtes Stendaler Publikum kannten die Sandersdorfer schon aus alten Verbandsligatagen. Diesmal schaffte man es, die Supporter der Altmärker vorerst aufgrund sehenswerter Ballverteilung und eigens gefahrener guter Angriffe verstummen zu lassen. Laut war es nur bei Trainer Körner in der Coachingszone der Gastgeber. Er versuchte seine Truppe zu ordnen. Denn die Sandersdorfer gewannen nicht nur viele Zweikämpfe, sie spielten den technisch besseren und am Ende auch durchdachteren Fußball. Doch unter dem Strich lange ohne herausgeschlagenes Kapital. Timo Breitkopf inszenierte nach einer Eingabe von Mathis Böhler den ersten heftigen Tumult im Stendaler Fünfmeterraum (12.). Unionkapitän Rico Gängel forderte Lok- Keeper Lukas Kycek mit einem Gewaltschuss aus halbrechter Position (32.), bevor Breitkopf auf Mathis Böhler zentral durchsteckte. Böhler scheiterte allein auf Kycek zusteuernd (40.).

Bei Rot- Schwarz hallte bereits dankbarer Beifall von der mit 405 Fans gut besetzten Traverse, als es Niclas Buschke im Tempodribbling gleich mal mit vier Sandersdorfern aufnahm und letztlich an Vincent Mustapha scheiterte (43.). Zuvor hatten die Stendaler noch bei einem Schnabel- Volley Glück. Kycek schätze diese Bogenlampe völlig falsch ein. Vom Körper des Keepers sprang der Ball zur Ecke. Ansonsten waren die Männer um Kapitän Martin Gebauer lange Gast im eigenen Stadion.

Ronne jubelt…leider sollte der Ausgleich noch fallen.

Nach torlosem Seitenwechsel klopften die Unioner dann gehörig an. Einen an Tim Hoffmann verwirkten Freistoß aus halblinker Position zirkelte Breitkopf an den Querbalken. Wäre Keeper Kycek da schon machtlos gewesen, so war er es eine Sekunde darauf, als Sandersdorfs Abwehrchef Stefan Ronneburg den Abpraller humorlos versenkte (0:1/48.). Die Gastgeber- zuvor bereits nicht generell auf Kurs-  schienen zunächst noch deutlicher angeschlagen. Doch Trainer Körner stellte taktisch um und forderte volle Hingabe. Lok fing sich und tastete sich mehr und mehr hinein in die Partie. Da halfen dann die Sandersdorfer gemeinsam mit Torwart Nico Becker etwas mit. Der Unionschlussmann griff bei einem Eckstoß daneben. Den abtropfenden Ball versenkte Benedikt Nellessen reaktionsschnell mit der Pieke (1:1/65.). Ein Tor quasi aus dem Nichts. „Eine einzige Ecke, und damit holen wir sie ins Spiel“, ärgerte sich Unions defensiver Mittelfeldmann Maximilian Schnabel über die schlussendliche Dramaturgie der Ereignisse. Stendal war nun angekommen, und hatte nebenbei auch sein Publikum wieder. In einem nun offenen Spiel ging es folglich hoch und runter. Beide Parteien hatten ihre Momente. Den größten hätten die Sandersdorfer sicher gehabt, wäre besagte Abseitsfahne beim Pass von Schnabel auf Zivcec nicht gekommen (77.).

Letztlich lief alles auf eine Punkteteilung hinaus, welche sich für die Gäste aus Sandersdorf wie eine Niederlage anfühlte.


Keine rosigen Aussichten für die nahe Zukunft

„Es ist schwer zu erklären, denn Fußball ist nicht berechenbar“, zeigte sich René Höllrigl enttäuscht über den letztlich entgangenen Zähler beim Auswärtsauftritt gegen den TSV Rot- Weiß Zerbst. Der eine Punkt hätte der 2. Mannschaft der SG Union wahrlich gut getan. Nun werden die Aufgaben nicht leichter, die Spiele zählbar weniger und der Aussicht auf Klassenerhalt sehr vakant. Mit etwas Wohlwollen kann man sagen, dass die Sandersdorfer in Zerbst in der 1. Halbzeit vielleicht die spielerisch etwas bessere Mannschaft waren. Der Lohn schlug sich in Marcus Plomitzers Führungstreffer nieder (0:1/9.). Doch die Freude hielt sich nicht lange in den Sandersdorfer Gesichtern. Zerbst kam kurz darauf zum Ausgleich. TSV- Akteur Daniel Ernst traf unter Mithilfe von Unionkeeper Robert Hahn zum umgehenden Ausgleich. „Ich mache Robert überhaupt keinen Vorwurf. Er hat uns zurückblickend reichlich Punkte gehalten. Jetzt ist ihm mal ein Fehler unterlaufen“, so Sandersdorfs Trainer. Viel mehr wurmte Höllrigl ein anderes Thema. Das Spiel gestaltete sich im weiteren Verlauf als echtes Kellerduell, wurde beiderseits nervös und von schwachem Niveau geführt. Sandersdorf II agierte aus Personalgründen dankenswerter Weise unterstützt von Walter, Kusior und Schulze mit drei aktuellen A- Junioren. „Ich erwarte einfach, dass gestandene Spieler hier auf dem Platz mal das Heft des Handelns in die Hand nehmen, die jungen Leute und das Geschehen überhaupt verbal führen und auch so mit jedweder Initiative vorangehen“, ärgerte sich der Unioncoach, dass man dieses Verflachen des Niveaus einfach so zu ließ und nicht ansatzweise an die Leistungen zuletzt gegen den CFC Germania oder den SSV Landsberg anknüpfen konnte.

Plombe´s frühe Führung reichte letztlich nicht zum Punktgewinn.

„In der zweiten Spielhälfte- es war beiderseitig echt ein Gewürge- hatten sicher die Zerbster die noch ausgereifteren Chancen“, sah Höllrigl am Ende den Spielausgang dann im Gesamtbild in Ordnung gehen. Da seinem Team jeglicher Esprit abging, nutzte der TSV die sich bietende Gelegenheit. Pascal Lude machte völlig freigespielt spät mit dem 2:1 die komplette Punktausbeute für den Gastgeber klar. Die Zerbster zogen damit an Union II vorbei. Schaut man auf das Sandersdorfer Restprogramm, dann muss man schon kräftig durchatmen. Am Sonntag (15.4. Anstoß 14 Uhr) gastiert der SV Romonta Stedten in Sandersdorf. Danach hagelt es mit Reppichau, Weißenfels, Lüttchendorf und Überflieger Brachstedt die geballte Gegnerschaft. Es bleibt nur nach vorne zu schauen und das Beste daraus zu machen.

   

   

Nächste Termine  


21.09.2019, 14:00 Uhr
(FB) VFC Plauen vs. Union
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29.09.2019, 14:00 Uhr
(FB) VfB 1921 Krieschow vs. Union
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03.10.2019, 14:00 Uhr
(FB) Union vs. FSV Martinroda
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19.10.2019, 15:00 Uhr
(FB) VfL Halle 96 vs. Union
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26.10.2019, 14:00 Uhr
(FB) Union vs. Grimma
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