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Eines der Geheimnisse des Spiels- Jeder Unioner war überall (FOTO: FuPa/VFC Plauen)

Ein 14. Spieltag der NOFV Oberliga Süd nahm zuletzt in Sandersdorf für den neutralen Betrachter und Fußballfan einen unerwartet, teils spektakulären Ausgang. Gastgeber SG Union Sandersdorf- zuvor mit zu vielen Schwankungen in den eigenen Vorstellungen- bezwang einen Tabellenvize VFC Plauen glatt und gekonnt mit 5:0. Ein Resultat, welches in der Beurteilung speziell für die Fans- aber auch die Presse der Vogtländer- für reichlich Interpretationsspielraum sorgte. Wer da jedoch die momentanen finanziellen Querelen des VFC Plauen als sprichwörtliche „Ausrede“ zur Niederlage nutzt, der hat das Spiel nicht gesehen.

Im Nachgang entschuldigt man sich in Sandersdorf natürlich, dass man der Partie keinen Schlackeplatz angeboten hat. Diesen gibt es bei zwei guten Sandersdorfer Kunstrasen aktuell nicht. „…man wurde auf Kunstrasen geschickt. Ein Umstand, der in der Oberliga zur Unerträglichkeit heranwächst“, heißt es in den sozialen Netzwerken der Gäste. Rein informativ muss man aus Sandersdorfer Blickwinkel bemerken: Der dazu erwähnte „tadelsfreie Rasen“ wäre mit Abpfiff mitnichten mehr ein Rasen gewesen. Nachts gefroren und tagsüber aufgetaut, darf man der Stadt als Träger dieser Liegenschaft im Monat Dezember schon mal zumuten, ein Spiel auf einem ebenfalls tadellosen Nebenplatz austragen zu lassen, welcher in den Abmaßen den Hauptplatz sogar minimal überragt. Beide Plätze im Sandersdorfer Rund sind bei weitem nicht die kleinsten! Und wer den Sandersdorfer Rasen kennt der weiß, dass der DFB keine Nachwuchsländerspiele zu Europameisterschaften an Vereine vergibt, dessen grünes Viereck eine Kornblumenwiese ist.

Was das Spiel betrifft, so wäre es eine einfacher Flucht, den Plauener Kickern eine Art Willenlosigkeit vorzuwerfen. Diese entstand zweifelsfrei nach etwas über einer Stunde Spielzeit, als das 4:0 der Sandersdorfer im Netz vom Ex- Zwickauer Marian Unger zappelte. „Das war schon nicht so einfach. Aber wir machen das gut, haben selbst die Viertelstunde nach der Halbzeit schadlos überstanden“, hatte Uniontrainer Mike Sadlo zweifellos erkannt, dass es schon so einige Momente im Spiel gab, wo jenes hätte kippen können. Sandersdorfs Trainer sah deutlich mehr Cleverness und diesmalige Abschlussstärke seiner Männer, als eine „Arroganz der eigenen Mannschaft“, wie man es den Plauenern im Nachgang zuhause vorwarf. Denn der Aufforderung des „schnörkellos Spielens“ kamen die VFC-ler mit Anpfiff sofort nach. Man sah die Qualität der Gäste, die sich im letzten Sommer nicht nur beim Drittligakader des FSV Zwickau personell bedienten und dem Verein zumindest Kadertechnisch die Richtung diktierten.

Einsatz und Engagement wie hier bei Richard Wießner- die Tugenden des Fußballs bilden immer die Grundlage (FOTO: FuPa/VFC Plauen)

Sandersdorf sah früh wie der Gast im eigenen Wohnzimmer aus. Man wusste sich in den ersten sieben Minuten und auch kurze Zeit nach der eigenen Führung stellenweise nur mit Befreiungsschlägen zu helfen. Plauen spielte es in Sachen Raumaufteilung und Passspiel zunächst hervorragend. Sandersdorf war defensiv äußerst gefordert. Dann aber nutzte man den ersten Lapsus der Gäste konsequent aus. Der Kosovare Albijan Kameraj passte ein Zuspiel von Keeper Unger zu kurz zurück. Timo Breitkopf- Sandersdorfs Mann für alle Fälle an diesem Tag- stiebte dazwischen und legte nach einem Slalom um den sich streckenden Schlussmann aus äußerst spitzem Winkel ein (1:0/7.).

Das aber stachelte die Vogtländer erst richtig an. Diese drehten auf dem Sandersdorfer Kunstgeläuf kombinationssicher weiter auf. Der Treffer fiel jedoch abermals gegenüber- und wie. Eine kurze Eckballvariante kam zurück auf den ausführenden Lochmann. Der pfefferte die Kugel mit dem Innenspann unhaltbar in den langen Torwinkel (2:0/35.). Da erübrigen sich Attribute wie „hergeschenkte Tore“. Dass den Plauenern zwischendurch und auch danach in Sachen eigenen Torerzielung nichts gelang, lag an dem sprichwörtlichen Bein, welches Union immer und immer wieder zwischen den abschließenden Aktionen der Gäste hatte. Hier ackerte jeder für jeden. Gegen Plauens Sturmspitze Patrick Grandner und dessen Kopfball retteten die Hausherren sogar in letzter Not auf der Torlinie (31.) und wären auch gegen Philipp Röhrs Halbvolley leicht über das Uniongehäuse machtlos gewesen (33.). Doch eben in diesem stand ein jederzeit aufmerksamer Tom Niclas Hermann, dessen zusätzlich präzisen Abschläge gegen aufgerückte Schwarz- Gelbe hin und wieder die Post beim Platzherren abgehen ließen. Nur zwei Minuten nach Führungsausbau war es soweit. Moritz Alicke trieb die Kugel bis zur Grundlinie. Seine Eingabe stolperte Breitkopf förmlich am fallenden Unger vorbei ins Netz (3:0/37.).

In Sandersdorf fühlte man sich an die einstige Partie gegen den 1. FC Lok Leipzig erinnert, als Ende September 2014 vor über 1.500 Zuschauern auch die Gäste spielten und die Heimelf das Runde dreifach bis zur Pause versenkte.

Hinten sollte die Null stehen, was am Ende den Ronneburg & Co. (Foto) auch gut tat (FOTO: FuPa/VFC Plauen)

Die heiße Phase nach Seitenwechsel fand ihre Abkühlung in einem ohne zu Zögern vom aufmerksamen Brandenburger Referee Nico Savoly verhängten Handelfmeter. Breitkopf ließ es sich nicht nehmen, markierte vom Punkt aus seinen dritten Tagestreffer (4:0/53.). Während draußen am Spielfeldrand so einige ihren Augen nicht trauten, gingen nun bei zuvor keinesfalls mit weißer Fahne angetretenen Vogtländern die Arme in die Höhe. Man merkte, dass dies ein gebrauchter Fußballtag in Sandersdorf war. Nachdem ein wunderbarer Doppelpass zwischen Lochmann und Breitkopf an der Sechzehnmeterlinie von ersterem nochmals sehenswert veredelt wurde (5:0/59.), wurde es in der Folge mehr und mehr ein Spiel mit einem Nichtangriffspakt. Sah man in Augen und Aktion des ein oder anderen Sandersdorfers sicher noch die Lust auf mehr, so arrangierte man sich mit den an diesem Tag gebeutelten Jungs vom VFC und machte mit jeder zunehmenden Minute Spielzeit nahezu ein Trainingsspiel daraus. Der einzig weitere Plan der Unioner: Die Null hinten sollte Bestand haben. Diese hielt speziell ein bestens aufgelegter Keeper Hermann mit Glanzparade gegen den zuvor bei dreifachem Plauener Wechsel gekommenen Marian Albustin (77.).

Letztlich kam es, wie im Vorfeld erwähnt. Sandersdorf steigert sich immer gegen die Großen der Zunft. Man wollte in dieser Phase ungern an das 2:4 in Krieschow zurückdenken, als man dem vor dem Spieltag noch als Schlusslicht rangierenden Brandenburgern bei dreizehn zu sechs Hundertprozentigen zu bis dato drei von sieben Punkten verhalf. Abschließend fährt man nun dem VFC Plauen am letzten Hinrundenspieltag quasi hinterher, um am kommenden Sonntag bei der BSG Wismut Gera zu bremsen.

   

   

Nächste Termine  


27.04.2019, 14:00 Uhr
(FB) Ludwigsfelder FC vs. Union
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04.05.2019, 14:00 Uhr
(FB) VfB 1921 Krieschow vs. Union
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12.05.2019, 14:00 Uhr
(FB) Union vs. VfL 05 Hohenstein-Ernstthal
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18.05.2019, 14:00 Uhr
(FB) FSV 63 Luckenwalde vs. Union
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02.06.2019, 14:00 Uhr
(FB) Union vs. FC International Leipzig
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