UNION BLOG

   

Temperamentvolles Spiel- Sandersdorf (grün) vergaß es zuzumachen. (Fotos: Holger Bär)

Was die Sandersdorfer am 7. Spieltag der Oberliga gegen einen bis dato ungeschlagenen Aufsteiger 1. FC Lok Stendal boten, das war das Eintrittsgeld schon wert.

Leider schaffte man es nicht, den Schwarz- Roten aus der Altmark die erste Saisonniederlage beizubringen. So verschieden sah dann auch die Gefühlswelt mit Abpfiff von Schiedsrichter Matthias Alm aus. Ein 2:2 lässt die Sandersdorfer tabellarisch einfach nicht voran in der Tabelle kommen. Bereits zur Vorwoche in Bernburg durfte man mit dem 0:0 bei langer Überzahl nicht zufrieden sein. Diesmal lachten auch nur die Gäste. Denn Union hätte sich einen Heimsieg an diesem Tag redlich verdient gehabt. Es blieb aber mit Abpfiff beim gleichen Resultat, wie man sich vor viereinhalb Jahren letztmalig nur zwanzig Meter weiter auf dem Sandersdorfer Kunstrasenplatz 1 trennte.

Denis Zivcec hatte den Big Point auf dem Schuh. Der Kroate, welcher gegen Eilenburg im ersten Heimspiel der Saison mit zwei gewaltigen Treffern noch den Anschluss herstellte, bekam diesmal von Tim Hoffmann die Kugel butterweich von der Grundlinie serviert. Der junge Blondschopf verzog das Spielgerät, hatte nahezu alle Optionen in Richtung Tor (75.). Das wäre das 3:2 gewesen. Die Frage, ob die Stendaler darauf eine Anwort gefunden hätten, sollte sich nicht stellen. Und das auch, weil die Sadlo- Truppe bombig eingestellt und auftretend auch schon vorher so einiges liegen ließ. Dies wäre kein Beinbruch gewesen, hätte man den Altmärkern nicht zwei Kopfballtreffer gestattet. Der erste beim Stand von 0:0 war zwar sehr sehenswert, fiel aber in eine absolute Sandersdorfer Drangphase aus einem Tempogegenstoß, welcher eigentlich zwischenzeitlich schon gelöscht schien. Doch einer weiten, zielgenauen Flanke von Stendals Martin Gebauer folgte ein sehenswerter Kopfball von Vincent Kühn. Nico Becker im Uniontor zeigte sich chancenlos (0:1/21.). 

Unionkapitän Rico Gängel (li.) mit Tor des Monats zum 1:1.

Die Platzherren jedoch völlig unbeeindruckt kam zurück, wie man besser und sehenswerter kaum zurückkommen kann. Keine zwei Minuten später flankte Hoffmann über die gegnerische Abwehrkette. Unionkapitän Rico Gängel zimmerte aus der Drehung das „Tor des Monats“ ins lange Eck (1:1/23.). Als es kurz darauf wiederum schon „Tooor“ über die Sandersdorfer Tribüne hallte, lenkte Dan Lochmann eine Eingabe von Moritz Alicke sofort nach Anstoß der rot- schwarzen Gäste um Haaresbreite am kurzen Pfosten vorbei. Kurze Zeit später aber passte es. Ein weiter Ball, ein zu unentschlossener Stendaler Schlussmann Bryan Giebichenstein, und Lochmann war vorbei und hatte die Führung gedreht (2:1/28.). Es folgte die stärkste Phase der Gastgeber, welche das dritte Tor und damit mehr Sicherheit unbedingt  wollten. Frühes Pressing ließ das Team von Gästetrainer Sven Körner keine Ruhe. Stendal hatte Probleme und schien froh über den Halbzeitpfiff.

Tim Hoffmann (li./grün) brillierte mit tollen punktgenauen Flankenbällen.

Nach Wiederbeginn folgten zwei irre Minuten. Ein Konter links und ein Konter rechts- erst für die Gäste die Chance den sofortigen Ausgleich zu markieren und fast im Gegenzug die große Möglichkeit für Union, jenes wichtige 3:1 zu erzielen. Beide Parteien spielten ihre Gegenstöße schlecht zu Ende, so dass es beim knappen Sandersdorfer Vorsprung blieb (47./48.). Sandersdorfs Hoffmann hingegen lieferte an diesem Tag nicht nur beste Flanken, er traf auch mit tollem Freistoß aus halblinker Position den langen Pfosten (64.). Blieb Union der Führungsausbau verwehrt, so wurde man selbst kalt erwischt. Einem Eckstoß folgte eine Art Pingpongkopfball zwischen Unionverteidiger und Stendals neun Minuten zuvor eingewechseltem Brasilianer Carlos Martins Marques Pereira. Juninho- wie er sich selber nennt- traf mit Glück und Geschick zum Ausgleich. Unionverteidiger Vincent Mustapha deckte dabei den kurzen Pfosten ab, machte jedoch eine kurze Bewegung. Genau dieser Move schuf die minimale Lücke, wodurch die Kugel zum Ausgleich ins Netz flutschte (2:2/66.). Das Spiel nun deutlich offener, sollte am Ende keinen Sieger finden, da besagter Zivcec die größte Möglichkeit der Hausherren an diesem Tag nicht verwerten konnte (75.). „Wir müssen nur unsere Tore machen, dann passiert uns hier gar nichts“, schüttelte Sandersdorfs Mannschaftsleiter Torsten Lehmann ungläubig den Kopf und sprach das aus, was alle dachten. Sandersdorf präsentierte sich sehr gut, kommt aber aufgrund zweier erneut liegengelassener Zählern nicht von der Stelle.


 Zuvor Gescholtene sorgen für sensationelles Comeback der Unionreserve!

Sie hießen Robin Scheibe, Dustin Scheibe, Sebastian Mauritz und Eric Baer. Und sie alle trugen vor kurz oder lang das Uniontrikot. Während ersterer zwar auf dem Spielberichtsbogen stand, verweilte der klasse Techniker nur in der Coachingzone. Letztere hingegen hütete im Vorjahr noch im Wechsel mit Robert Hahn das Tor seines jetzigen Gegners Union II. Eric Baer verließ Union im Sommer mit nicht ganz nachvollziehbaren Vorwürfen, kam nun als Tabellenführer zurück an alte Wirkungsstätte und wurde zu einem für ihn ungünstigen Zeitpunkt an die Worte seines nicht astreinen Abgesangs vor vier Monaten erinnert.

Lucas „Olga“ Rosinsky fungiert nicht nur als Kapitän der zweiten Unionelf. Der Innenverteidiger steht auch für klare Worte und besitzt einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Nachdem Rosinsky Lüttchendorfs Schlussmann in Uwe Seeler- Manier per Hinterkopf den 2:2- Ausgleich ins Netz legte, eilte dieser zur Bank, holte zwei Torwarthandschuhe, um sie seinem einstigen Mitstreiter zu überreichen. Die Message des Sandersdorfer Spielführers: „Deine Handschuhe sind noch da, waren nie weg“. Gleiches hatte man Baer schon im Sommer gesagt, als er meinte, er wäre um seine Fangutensilien bestohlen worden. Rosinskys Ausgleich beendete das Thema nun endgültig.

Daniel Wawrzyniak & Lucas Rosinsky- vom Pechvogel zum Volltreffer.

Sandersdorfs Zweite lieferte nach Bernburg II zur Vorwoche erneut einen sehr sehenswerten Auftritt. Doch man hatte verdammt gut eingewickelte Gastgeschenke für den Tabellenführer der Landesliga Süd parat. Was denn passiert wäre, hätte Marcus Plomitzer sofort nach Spielbeginn und einer Maßflanke eine Hechtkopfball nicht um Ballbreite vorbei gesetzt…keiner wusste es. Sandersdorf kontrollierte die Partie, ließ Lüttchendorf eigentlich überhaupt nicht wie einen Spitzenreiter wirken. Warum sie es dennoch sind, zeigte die Elf von Trainer Siegfried Keller dann aber blitzartig. Eine zu kurze Kopfballrückgabe von Daniel Wawrzyniak, Christopher Dillgen spritzte dazwischen und traf kühl ins lange Eck (0:1/4.). Doch auch folglich bewarten die Unioner den Kopf, ließen Ball und Gegner laufen. Adel Aljindo machte dabei als einzige „Aushilfe“ aus dem Oberligakader einen tollen Job, riss seine Mitstreiter quasi mit. Das sah lange toll aus, bis Rosinsky in letzter Kette der Ball bei einer Seitenverlagerung unter der Fußsohle durch glitt. Nun war es Eintracht- Kapitän André Ochmann, der die Klasse des offensiven Gästepersonals unter Beweis stellte. Ochmann hellwach erlief diesen Stockfehler, umkurvte Unionkeeper Hahn und ließ die Sandersdorfer Gesichter sehr lang werden (0:2/27).

Was ab dieser Minute passierte zeigte, welche Moral im Höllrigl- Team steckt. Man legte die „jetzt erst recht- Mentalität“ an den Tag und zog unter Flutlicht groß auf. Dass ausgerechnet die zwei Kicker den Spieß wendeten, welche zuvor die Gegentore einleiteten, machten die Sache rund. Daniel Wawrzyniak nahm aus etwa dreißig Metern Maß und ließ Eric Baer alles andere als gut aussehen (1:2/45.+1). Damit ging es in die Pause, aus der Sandersdorf erneut gewaltig auftauchte. Ein weiter Freistoß von Philip Burandt, und der zweite Unglücksrabe aus der ersten Halbzeit traf. An Rosinskys Rutscher über den Hinterkopf war für Gästeschlussmann Baer diesmal nichts zu halten.

Lüttchendorf zeigte sich stark, wenn sie im Umkehrspiel mit direkten Ballpassagen in der Offensive für flotten Raumgewinn sogten. Da sah man, dass die Eintracht zuhause auch das schnelle Spiel auf eigenem Kunstrasen trainiert. So hatte die Keller- Truppe oft gute Szenen, welche jedoch meist vor dem Sandersdorfer Strafraum endeten. Mit Gästetrainer Keller gab es dabei zwei Deja vus. Als Sandersdorf 1997 mit der 1. Mannschaft mit Typen wie Ingolf Fiedler, Torsten Heyer, Sandro Michalak, Volker Wawrzyniak, Marko Janke & Co erstmals in die Verbandsliga aufstieg, besiegte man Siegfried Keller im ersten Auswärtsspiel beim 1. FC Aschersleben glatt mit 3:0. Während Union als Aufsteiger dort anreiste, war Keller mit dem FCA zuvor aus der Oberliga abgestiegen. Das Rückspiel gewann der FCA dann in Sandersdorf mit 6:0 und stieg auch wieder zurück in jene Oberliga. Dorthin wechselte dann auch ein gewisser René Höllrigl, der am Freitagabend als Kellers Pendant in der anderen Coachingzone die Zügel in der Hand hielt.

Im Spiel selbst besaß Mario Bohmeyer nach knapper Stunde per Kopf die nächste Chance für Union (58.). Er köpfte an Baer und dessen Tor vorbei. Genau so knapp, wenn nicht noch knapper, verpasste gegenüber der eingewechselte Paul Stoye den möglichen Siegtreffer. Auch er verfehlte nach Eckstoß (67.). Am Ende eine Punkteteilung, mit der beide leben konnten. Sandersdorf II kam stark zurück in eine eigentlich schon früh verlorene Partie.

   

   

Nächste Termine  


28.06.2019, 19:00 Uhr
(FB) Union vs. Hallescher FC
----------------------------

29.06.2019, 14:00 Uhr
(FB) ESV Petersroda vs. Union
----------------------------

05.07.2019, 19:00 Uhr
(FB) Union vs. SV 1890 Westerhausen
----------------------------

12.07.2019, 18:30 Uhr
(FB) Union vs. VfB 1906 Sangerhausen
----------------------------

18.07.2019, 18:45 Uhr
(FB) Union vs. SV Friedersdorf
----------------------------
   

Abteilung Juniorteam  

 

   

Login  

   

                




Webseitenumsetzung & Gestaltung: ub.unitel GmbH

© SG Union Sandersdorf e.V.

Geschäftsstelle SG Union Sandersdorf

Ansprechpartner:

Telefon-Nr.:
Fax-Nr.:
E-Mail:

Adresse:

Roland Seifert / Wolfgang Lattauschke

03493 - 88 436
03493 - 89 760
info@union-sandersdorf.de 

Am Sportzentrum 17
06792 Sandersdorf-Brehna

Nachwuchsabteilung

Ansprechpartner:

Telefon-Nr.:
Fax-Nr.:
E-Mail:

Roland Seifert

03493 - 88 436
03493 - 89 760
jt@union-sandersdorf.de 

Kegelbahn Sandersdorf

Ansprechpartner:

Telefon-Nr.:
E-Mail:

Lars Schubert

03493 - 51 67 535
info@plauderkiste.de 

Sportgaststätte / Bowlingbahn

Ansprechpartner:

Telefon-Nr.
E-Mail: 

Matthias Groß

03493 - 81 479
sporti-bowling@gmx.de