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Die UEFA in Zusammenarbeit mit dem DFB vergab jüngst zwei EM- Qualifikationsspiele der U19- Frauen mit Blick auf die bevorstehende EURO 2017 in Nordirland nach Sandersdorf - Brehna

Während in und um das Sandersdorfer Sport- und Freizeitzentrum die letzten Vorbereitungen laufen, blickte man bei Union gemeinsam mit Luise Geromin ein paar Jahre zurück. Luise- heute eine zentrale Figur in Sandersdorfs Frauen- Landesligamannschaft- fungierte im Jahr 2009 als Einlaufkind, als bei der EM- Endrunde hier in Sandersdorf mit dem Spiel Spanien gegen Schweiz bereits schon einmal der europäische Top- Fußball vorbei schaute. Damals kickten hier in Sandersdorf für die Schweiz  Granit Xhaka (heute Arsenal London) oder Haris Seferivoc (Eintracht Frankfurt) oder für Spanien Sergi Gomez (Celta Vigo), Marc Munesia (Stoke City) oder gar Isco, welcher aktuell mit Real Madrid im Champions League - Finale steht.


Luise (gelb/3. V. li.) und die U17- Nationalmannschaft Spaniens bei der Nationalhymne. (Fotos: Holger Bär) 

Luise, was machst du heute acht Jahre später sowohl privat, als auch in Sachen Fußball? Seit wann spielst du selbst überhaupt?

Aktuell absolviere ich an der Grundschule Greppin den Bundesfreiwilligendienst. Ich möchte in Kürze gerne Lehramt studieren. Fußball…? Fußball spiele ich nachweislich seit dem 1. Oktober 2002. Meine Mutti hat das kürzlich in ihren über mich gesammelten Unterlagen gefunden. Damals bei den Bambinis von Union Sandersdorf und noch ohne Pass. Den gab es damals noch nicht. Mein erster Spielerpass datiert vom 7. Februar 2005, also aus den F- Junioren.

Warum ich Fußball spiele? Das haben Mama und Papa wohl recht frühzeitig und einstimmig untereinander ausgemacht (lacht). Hinzu kam, das mein Opa Rainer damals als Co- Trainer bei den Union- Bambinis mit half, was die Dinge noch einfacher machte.

Luise Geromin am Ball im Sandersdorfer Landesligateam der Frauen.
 
Welche Rolle begleitest du aktuell im Sandersdorfer Landesliga- Frauenteam?

In der Jugend spielte ich grundsätzlich im Abwehrbereich. Hier bei den Frauen eigentlich im zentralen Mittelfeld. Die letzten zwei Spiele musste ich ungewohnt im Angriff ran. Das hat auch- blickt man speziell zurück auf das Match gegen Germania Maasdorf- recht gut geklappt.
 
Sandersdorf wurde nach 2009 von UEFA und DFB wieder zum Austragungsort zweier Länderspiele bestimmt. Im Mai 2009 warst du bei der männlichen U17- Endrunde und der Partie Spanien- Schweiz als Einlaufkind dabei. Wie alt warst du damals und woran erinnerst du dich besonders?

Zurückgerechnet war ich glaube zehn Jahre alt. Ich hatte unser Sandersdorfer Stadion zuvor noch nie so voll gesehen. Aber besonders blieb in Erinnerung, dass ausgerechnet ich mit Spaniens Kapitän Adria Blanchart den wohl kleinsten Spanier auf das Feld begleitete. Da ich für die Altersklasse immer sehr groß war, wirkte das im Größenverhältnis schon etwas komisch.
 

Luise und die Sandersdorfer Auflaufkinder mit der U17 der Schweiz (rot).

Damals kamen bei gleicher Jahreszeit 4.500 Fußballfans nach Sandersdorfer. Nun heißt es EM- Qualifikation (Eliterunde) der U19- Frauen und die deutsche Nationalmannschaft wird unter anderem hier in Sandersdorf spielen. Werden im Zeitalter von Smartphone und Tablet wieder zahlreiche Zuschauer ins Stadion pilgern?

Ich finde es schade, dass ausgerechnet das Spiel Polen- Deutschland (12. Juni) genau an einem Montag 12:00 Uhr mittags angesetzt wurde. Aber da hat man ja bei der UEFA keinen Einfluss drauf. Man kann nur hoffen, dass neben den interessierten Zuschauern viele Schulklassen den Weg ins Stadion finden. Das erste Spiel Polen gegen Schweiz am Mittwochabend (7. Juni 18:00 Uhr) werden sich hoffentlich viele Fußballfans der Region nicht entgehen lassen. Für die, die aus welchen Gründen auch immer nicht können, sind dann Smartphone und Tablet wieder sehr hilfreich für die Zwischenstände.
 
Wie siehst du aktuell den deutschen Frauenfußball mit den vielen Titeln der letzten Jahrzehnte? Andere Nationen waren jüngst nicht untätig, haben sich entwickelt.

Genau, das ist zu beobachten. Deutschland spielte über Jahre in Sachen Frauenfußball eine Art Vorreiterrolle. Andere wie die USA, Frankreich oder die Asiaten haben sich das abgeschaut. Was über Jahre fast unantastbar schien, wurde jetzt von einigen kopiert. Und da kommen momentan einige Nationen spielerisch  frischer rüber.
 
Hast du aktuell den Überblick über die U19- Frauen um Trainerin Maren Meinert? Was ist den Mädels in der Qualifikation gegen Polen, die Schweiz und Island zuzutrauen?

Beim Durchlesen des Kaders bin ich sogleich über Torhüterin Vanessa Fischer gestolpert. Gegen die Potsdamerin habe ich einst mit Sachsen- Anhalts Landesauswahl bei den jährlichen Ländervergleichen in Duisburg- Wedau gespielt. Ich dachte eigentlich, ich kenne da die ein oder andere Spielerin mehr. Denn es ist ja genau mein Jahrgang. Was die Quali angeht, wünsche ich den Mädels natürlich bestes Gelingen.
 
Stimmt, du hast ja eine Zeit lang auf der Sportschule und damit beim Magdeburger FFC verbracht. Wie lange warst du dort und warum ging es nicht weiter für dich?

Es war nur ein halbes Jahr. Es gibt da so einen Song von den Toten Hosen, welchen ich immer damit verbinde. „…dass jeder einsame Erfolg auch bitter schmeckt“, heißt es dort unter anderem. Klar wollte ich das mit dem Weiterkommen und der damit verbundenen Sportschule einmal für mich realisieren. Doch Familie und Freunde blieben parallel komplett auf der Strecke. Ich bin ehrlich, das habe ich vermisst. Und auch Sandersdorf, wo man mit dem Fahrrad zum Sportplatz fährt und auf einem Kilometer zehn Leuten winkt. Mir hat dieser Ort Sandersdorf und die damit verbundene große Familie einfach zu sehr gefehlt. Und es fiel mir schwer, all mein sportliches Engagement nur auf Weiterentwicklung und den absoluten Erfolg auszurichten.
 
Was hast du für dich selbst aus deiner Magdeburger Zeit sportlich als auch persönlich mitgenommen?

Sportlich habe ich viel mitnehmen können. Ich kam von unserem damaligen Uniontrainer Jörg Marganus ja nicht völlig unvorbereitet dorthin. Aber sieben bis acht Mal Training pro Woche bringen natürlich einiges. Speziell taktisch lernt man den Fußball dadurch viel besser verstehen, was das Verschieben von Ketten oder beispielsweise ein offensives Pressing angeht. Aber ich habe auch gelernt, dass das alleinige Streben nach Erfolg nicht meine Lebensmaxime ist.
 
Ist der Frauenfußball mit dem Männerfußball zu vergleichen, oder wo liegen die gravierenden Unterschiede, sollte es sie geben?

Wenn man am Fernsehgerät durch die Sportkanäle zappt, sieht man natürlich sofort den Unterschied. Augenscheinlich für mich: Frauen spielen viel vertikaler als Männer. Es geht hoch und runter, sie können irgendwie ein Spiel nicht beruhigen. Das sagen uns auch oft die Schiedsrichter, die dann viel mehr laufen müssen. Männer sind auch mal im Stande „hinten rum zu spielen“. Und sicher geht es bei Männern auch den Tick aggressiver am Ball zu.
 
Was dürfen wir künftig vom Sandersdorfer Frauenteam in der Landesliga erwarten? Nach Meldung für diese Spielklasse sah es ja in diesem Premierenjahr alles andere als nur zufriedenstellend aus.

Diesen tollen Saisonverlauf hatte ich auch nicht erwartet. Wir haben zu Saisonbeginn jeder einen Umfragebogen ausfüllen müssen. Da habe ich angekreuzt, hoffentlich nicht im unteren Tabellendrittel zu landen. Jetzt sind wir unter den ersten Drei, haben dem souveränen Tabellenführer Süpplingen zuletzt ein Unentschieden (1:1) abgetrotzt und haben mit Maxi Mähnert nach zwei Süpplingerinnen die erfolgreichste Torschützin in unseren Reihen. Ich wünsche mir für das kommende Spieljahr, wieder in dieser Tabellenregion zu landen…und…(lacht), nachdem wir im Aufstiegsjahr beide Spiele gegen den SV Pouch- Rösa verloren haben, diesmal den Ausgang der Derbys umzudrehen.
 
Wir wollen noch einen Tipp in Sachen Zuschauerzahl für beide Länderspiele hier in Sandersdorf von dir hören!

Schwere Frage…ok. Mittwochabend, 7. Juni (Anstoß 18:00 Uhr) bei Polen vs. Schweiz ohne die Kinder aus den angrenzenden Schulen schätze ich kommen 1.000 Fußballfans. Am Montag, 12. Juni (Anstoß 12:00 Uhr) auch wenn die Zeit eine ungünstige ist, erwarte ich zur Unterstützung unsere Nationalmannschaft bei Polen vs. Deutschland inklusive den anreisenden Schulen und den hoffentlich zahlreichen Unterstützern 2.500 Zuschauer bei uns in Sandersdorf. Vielleicht bringen ja die Schweiz und auch Polen noch eigene Fanunterstützung mit?

   

   

Nächste Termine  


28.06.2019, 19:00 Uhr
(FB) Union vs. Hallescher FC
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29.06.2019, 14:00 Uhr
(FB) ESV Petersroda vs. Union
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05.07.2019, 19:00 Uhr
(FB) Union vs. SV 1890 Westerhausen
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12.07.2019, 18:30 Uhr
(FB) Union vs. VfB 1906 Sangerhausen
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18.07.2019, 18:45 Uhr
(FB) Union vs. SV Friedersdorf
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