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Tino Oechsner (li.) wäre es um Ballbreite beinahe gelungen, gegen seine alten Sandersdorfer Kameraden zu treffen (Fotos: Holger Bär)

In der 81. Spielminute hörten 100 Zuschauer ein Klatschen an die Querlatte. Tino Oechsner- ein Jahr zuvor noch im Trikot der SG Union Sandersdorf aktiv- hätte nach einem Eckstoß des SSV Markranstädt beinahe gegen seinen Ex- Verein getroffen. Das wäre dann mit hoher Wahrscheinlichkeit der Siegtreffer des Freitagabends gewesen. An jenem 12. Mai läutete Union Sandersdorf beim aktuellen Schlusslicht den 27. Spieltag ein. Die Sadlo- Elf schuf ein Novum für die sich langsam, aber sicher neigende Saison. Man lieferte das erste torlose Spiel der Serie ab, hatte damit so gut wie die komplette Bandbreite der machbaren Ergebnisse für die eigenen Jahresstatistik erreicht. Ein 0:0 beim Tabellenletzten kam zustande, weil die Sandersdorfer die ihnen gebotenen anderthalb Großchancen der Partie relativ billig wegwarfen. Beide eröffneten sich Stürmer Dan Lochmann in der ersten Spielhälfte. Die Gäste schafften es einfach nicht, die Platzherren durch ein Gegentor zum eigenen Fußballspielen zu animieren. Zwei Drittel der Begegnung schien der SSV Markranstädt nicht zu realisieren, dass ein möglicher Klassenerhalt nur durch einen eingefahrenen Dreier machbar wäre. Das Team von Trainer Holger Krauß stand destruktiv in der eigenen Hälfte, griff erst ab der Mittellinie an und ließ die Sandersdorfer den Taktstock schwingen.

Nicht nur das Spiel, sondern auch numerisch ausgeglichen.

Den Gästen aus Sachsen- Anhalt fiel jedoch auch nur bedingt etwas ein. Bei feuchtem Untergrund liefen die Sandersdorfer eher noch Gefahr, aufgerückt beim defensiven Verlagern des Balles jenen noch irgendwie zu verlieren und per Konter der Platzherren in Rückstand zu geraten. Das passierte nicht, denn der SSV schaltete lange Zeit so gut wie gar nicht energisch auf Angriff um, war nicht vollends gierig auf schnelle Balleroberungen. Sie machten einfach die eigene Spielhälfte eng und warteten, was der Abend im Stadion am Bad so bringt.

Plötzlich aber bot sich den Unioner im dichtgestaffeltem Markranstädter Doppelriegel die entscheidende Lücke. Lochmann bekam den Steilpass und besaß alle Optionen. Christian Wings im Tor der Rand- Leipziger grätschte den Ball weg und verhinderte den Rückstand des Gastgebers (21.). Ein kurzes Anrucken des SSV nach etwa einer halben Stunde Spielzeit beendete erneut Lochmann. Wieder in guter Schussposition und den Ball auf seinem besseren Linken, suchte er per Pass einen nicht entscheidend nachgerückten Tim Hoffmann (38.). Mit jenen beiden vergebenen Chancen schwanden auch die Möglichkeiten der Gäste.

Ein Zurücklehnen gab es für Richard Wießner auch an seinem 30. Geburtstag nur bedingt - er durfte sein Team an seinem Tag mit der Kapitänsbinde auf das Feld führen.

Die zweite Spielhälfte gestaltete sich deutlich offener. Nach Sandersdorfer Ballverlust fuhr der SSV Markranstädt über Eric Berger den ersten gescheiten Angriff. Berger verzog knapp über das Uniontor (53.). Gleiches passierte Stefan Ronneburg im Gegenzug gegenüber per Kopf. Markranstädt wurde zusehends mutiger, und die bis dato spielgestaltenden Sandersdorfer gaben das Feld preis. Relativ spät den eigenen Glauben wieder findend, schien die Krauß- Truppe hinten heraus dem Siegtreffer deutlich näher, als es ein über weite Teile tonangebendes Sandersdorf sein sollte. Mit Abpfiff vom Pritzwalker Schiedsrichter Andy Stolz stand die doppelte Null, was nach komplettem Spieltag letztlich den Abstieg des SSV Markranstädt bedeutet haben sollte. Drei ausstehenden Spielen stehen beim SSV neun fehlende Punkte inklusive einem sehr schlechten Torverhältnis zum rettenden Ufer gegenüber. Mit Steffen Seifert, Jens Werner, dem angesprochenen Tino Oechsner und dem fehlenden Marcus Brodkorb wird ein ehemaliges Sandersdorfer Quartett in ihrer sächsischen Heimat den Abstieg aus der Ober- in die dortige Landesliga erleben.


EINE SCHIEDSRICHTERENTSCHEIDUNG WIRKTE WEICHENSTELLEND
 
Der junge Referee Marco Thinius aus Annaburg lieferte beim Derby SG Rot- Weiß Thalheim gegen SG Union Sandersdorf II in der Landesliga Süd eine fast tadellose Partei ab. Seine Pfiffe und Entscheidungen hatten nahezu alle Hand und Fuß. Mit einer Fehlentscheidung aber stimulierte er Thalheims Herzschrittmacher, welcher zuvor nicht sonderlich gut arbeitete. Die rot- weißen Gastgeber schienen lange Zeit alles andere als in dieser Partie, spielten erst in der letzten Viertelstunde wie ein Tabellenführer. Diese sollte reichen, um eine Sandersdorfer Führung auszugleichen und gar zu drehen. Dabei half ihnen der Referee mit einer kleinen, letztlich aber spielbeeinflussenden Fehlentscheidung, welche auch dem zuschauenden Schiedsrichter Peter Kos nicht entging. Nach einem Zweikampf rollte die Kugel ins Hintertoraus, und es hätte einen geben müssen. Stattdessen verhängte der Unparteiische einen Eckstoß. Hier sollte Thalheims Spielertrainer seine überragende Qualität in der Luft inklusive seiner abgezockten Zweikampfführung in die Waagschale werfen. Thomas Sawetzki stieg aus dem Hintergund anlaufend hoch. Robert Hahn im Uniontor erreichte die Kugel nicht entscheidend, und Sawetzkis Kopfball landete abgefälscht zum 1:1 im Sandersdorfer Gehäuse (65.). Quasi der energische Startschuss für eine abschließende Viertelstunde, in der Thalheim das Uniontor berannte und sich Chance auf Chance heraus spielte. Was für Rot-Weiß den absoluten Weckruf bedeutete, kratzte bei bis dato wirklich gut stehenden Sandersdorfern am Nervenkostüm.

Selten genug, zwei Torhüter in einem Strafraum. Was darauf schließen lässt, eine Mannschaft kommt kurz vor Ende mit der Brechstange.

Die Gäste lagen nach glatten sechzig Sekunden und einer Eingabe von Marcus Plomitzer durch den nachlaufenden Torsten Schmidt in Front (1.). Zuvor hatten die Platzherren Erik Schlegel im Mittelfeld entwischen lassen. Als Torschütze Schmidt den Ball folglich diagonal hinter die Thalheimer Abwehr flankte, war es erneut Schlegel, welcher heranstürmend volley abzog. Christian Kotzbau im Tor der Hausherren hielt diesen Kracher (9.), und verhinderte quasi den Doppelschlag. Sandersdorf II stand folglich dicht in der eigenen Abwehr und lieferte ein Gemisch von Befreiungsschlägen und gekonnten Nadelstichen per Tempogegenstoß. Thalheim schienen mit den fehlenden Tänzer, Teichert und vor allem Bernhard auch etwas die Ideen zu fehlen. Max Petersohn lieferte den ersten ordentlichen Torschuss für Rot- Weiß, welchen Hahn im Nachfassen sicherte (18.). In einem rassigen Spiel lief für die Hausherren bis dato nicht viel zusammen. Und doch konnten oder mussten sie den Ausgleich noch vor Halbzeit herstellen. Ein Distanzschuss von Erik Bader krachte an den Balken, während der nachrückende Christian Grunert den Abpraller risikovoll genau auf Torwart Hahn zimmerte (42.).

Ein Derby sollte niemand versäumen. Hans Allner (li.) stellte dafür sein Studium hinten an.

Nach etwas über einer Stunde Spielzeit knüpfte RW- Keeper Kotzbau an das Hinspiel an. Schon dort hielt er seine Farben mehrfach gekonnt im Geschäft. Nun war es Plomitzer, dessen Eingabe nach einem Konter den völlig freien Eric Semlin erreichte. Der Sandersdorfer scheiterte zentral aus zehn Metern am einstigen Keeper von Chemie Leipzig (63.). Mit einem 0:2 hätte es sich seitens der Sandersdorfer in Thalheim wohl leichter gelebt. Es kam aber doppelt unglücklich. Musste Dampfmacher Schlegel in der 50. Minute vom Feld, um am Tag darauf noch in der Oberliga gebraucht zu werden (Sandersdorf musste nach Markranstädt), so fehlte da schon der Dampfmacher auf der rechten Außenbahn. Herber traf es die Sandersdorfer Defensive, welche durch Verletzung mit Philip Burandt ihren Lenker und Denker verlor (55.).

Marcus Plomitzer kassierte Gelb, wird am kommenden Wochenende seine Sperrstrafe absitzen müssen.

Folglich dann diese Fehlentscheidung in Sachen Eckstoß statt Abstoß. Mit Sawetzkis 1:1 kippte das komplette Geschehen. Thalheim wuchs die Brust, während bei den Sandersdorfern das Kopfkino einsetzte. Diese kassierten folglich durch Tim Jonietz auch noch das 1:2 (72.), welches ein Robert Berger kurz zuvor noch liegen ließ. Am Ende hätten es die Thalheimer auch noch höher gestalten können. Bei sich bis dato teuer verkaufenden Gästen war nun die Luft raus. Für Rot- Weiß hingegen bedeutete der Sieg weitere drei Punkte in Richtung Staffelsieg und damit verbundener Möglichkeit, erstmals in der Vereinsgeschichte mit dem Erreichen der Verbandsliga Sachsen- Anhalt in die höchste Landesspielklasse aufzusteigen. Würde es so kommen, dann wäre die Sandersdorfer Reserve trotz zweier Niederlagen im Spieljahr nicht der leichteste aller Gegner gewesen.

   

   

Nächste Termine  


23.11.2019, 13:30 Uhr
(FB) TV Askania Bernburg vs. Union
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29.11.2019, 19:30 Uhr
(FB) Union vs. International Leipzig
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07.12.2019, 13:30 Uhr
(FB) FC Oberlausitz Neugersdorf vs. Union
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