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Die Halberstädter Direktive liegt schon breit auf dem Stadionhang…ob sie auf geht?? (Fotos: Holger Bär)

Union Sandersdorf am 25. Spieltag zu Gast beim VfB Germania Halberstadt. 378 Zuschauer wollten sehen, wie ihre Mannschaft um das Trainerduo Andreas Petersen/Enrico Gerlach den Aufstiegstraum oder vielleicht auch das Aufstiegs- Muss weiter am Lodern hält. Noch während der vom Eisenacher Schiedsrichter Christ Rauschenbach angepfiffenen Partie mussten die meisten auf ihrem Smartphone registrieren, dass Hauptkonkurrent und Aufsteiger BSG Chemie Leipzig mit anderthalb Stunden Vorsprung kurz vor Ultimo doch das goldene Tor gegen Bernburg schoss und sich damit erneut keine Blöße gab. Sandersdorf musste praktisch bezwungen werden, koste es was es wolle. Doch unsere Männer verkauften ihre Haut im Vorharz lange recht teuer. Weit über eine Spielhälfte hinaus hielt man den VfB Germania geschickt vom Torerfolg fern. „Jeder Angriff meiner Mannschaft war eine Torchance“. Diese Meinung in der anschließenden Pressekonferenz vertrat der immer offensive Andreas Petersen dann jedoch exklusiv.

Wenn die hochgewachsenen Lachheb & Co. durch den Strafraum segelten, fehlte Union manchmal die körperliche Präsenz oder Kaltschnäuzigkeit.

Seine Halberstädter machten unweigerlich das Spiel, waren stets taktangebend. Doch was die zwei Sandersdorfer Abwehrreihen über weite Strecke anboten, war schon sehenswert. Geschickt wurde verschoben. Während die Mittelfeldaußen des Gastgebers immer wieder geschickt einrückten und den Außenverteidigern die Bahn zum Durchstarten frei schaufelten, lösten das die Unioner immer wieder gut. Man hinderte den Flankengeber oft am Vorhaben bzw. klärte im Zentrum mit den Ronneburg und Co. mit vereinten Kräften. Dass dies dreimal im ersten Durchgang fast schief ging, daran hatte Assistent II, Roland Hillig, großen Anteil. Der Thüringer ließ bei dreifach sträflichem Abseits- und dies nicht zu knapp- direkt vor seiner Nase den Wimpel unten. Die Sandersdorfer Gemüter kochten hoch. Doch man konnte da noch alles bereinigen. Dabei hätte es bereits in der Anfangsminute im Uniongehäuse klingeln können. Aber Vincent Mustapha übernahm den Ersthelfer, rettete auf der Linie. Folglich besaßen viele diagonale Angriffsbälle in die freie Zone der verschiebenden Gäste zu hohe Ungenauigkeit. Halberstadt schwang den Taktstab, ohne bis dato jedoch richtige Gefahr auszustrahlen. Es sei, die Fahne blieb beim Abseits wie erwähnt unten. Dan Lochmann versuchte es seitens der Sandersdorfer nach über halber Stunde Spielzeit per Schlenzer, verzog aber am langen Pfosten. Man darf es vorweg nehmen. Das was die Sandersdorfer offensiv an diesem Abend war einfach zu wenig, um die Platzherren zu beeindrucken oder gar in Not zu bringen.

Ausgerechnet gegen den Ligafavoriten musste Youngster Felix Kaltofen auf der Sechserposition ran.

Coach Petersen wird seinen Männern in der Kabine mehr Intensität verordnet haben. Denn die Germanen kamen deutlich druckvoller aus der Pause. Der Schlüssel zum Erfolg sollte letztlich neben der spielerischen Dynamik im Angriff auch die Körpergröße und das Timing sein, welches das hochgewachsene Team der Vorharzer den Sandersdorfern voraus hatte. Bei einem weiten Einwurf zogen die Unioner gegen den 1,94 m großen Tunesier Adli Lachheb bereits den kürzeren. Einst vom Halleschen FC über Zweitligastationen wie Erzgebirge Aue und MSV Duisburg den fußballersichen Weg in Deutschland angetreten, holte der baumlange Verteidiger einen Eckstoß heraus. Hier schien der Ball auch schon geklärt, als die erneute Flanke aus dem Halbfeld einsegelte und Philipp Blume per Kopf vor der Faust von Unionkeeper Tom Niclas Hermann zur Stelle war. Mit dem 1:0 (57.) schienen der letzte Rost von der Halberstädter Bremse. Man hatte das Rezept gefunden, und sollte dieses erneut einreichen. Sandersdorf hatte bereits kurz drauf bei zwei geblockten Schüssen Glück (62.).  Dann aber gleiches Muster. Der Flanke folgte diesmal der Kopfball von Florian Eggert. Und dieser passte erneut (2:0/69.). Nun öffnete Union gezwungenermaßen völlig und musste aufpassen, um nicht total unter die Räder zu kommen. Zuvor eingewechselt war es der Ex- Bernburger Patrik Schlegel, welcher eigentlich immer gegen Sandersdorf trifft und das auch diesmal mit seiner Geschwindigkeit tat. Steil angespielt ließ er Hermann im Tor flach von der Strafraumgrenze keinen Zugriff (3:0/84.). Ob Referee Rauschenbach in der Aktion zwischen Halberstädts Nico Hübner und Unionkapitän Rico Gängel abschließend einen Elfer verhängen muss, bleibt seine Sichtweise. VfB- Kapitän Florian Beil stellte mit dem Schlusspfiff folglich vom Punkt den Endstand her.

Elfer oder doch nur abgehoben- direkter Körperkontakt sieht anders aus.

Wie schnell es im Fußball geht, durfte Union im Nachgang am eigenen Spielplan ablesen. Vier Siegen in Folge im März (12 Pkt./8:4 Tore) folgten umgehend vier Niederlagen (0 Pkt./3:14 Tore). Anders gesagt gelang Union im Punktspielbetrieb seit zwanzig (in Zahlen: 20!!!) Spielen, oder besser gesagt seit dem Hinspiel in Rudolstadt am 18. September 2016 kein eigener Torerfolg. Damit und mit einer neuen Serie können die Unioner am besten gleich am nächsten Sonntag 13:30 Uhr gegen den SV SCHOTT Jena daheim im eigenen Stadion anfangen.


ES WAR EIGENTLICH VORBEI, BEVOR ES ÜBERHAUPT BEGANN

Wer Fußballspiele der besonderen Art mag, der sollte sich eine Landesligapartie zwischen dem SV Romonta Stedten und der Reserve der SG Union Sandersdorf genehmigen. Das Hinspiel endete 2016/17 klar 4:0 für Union II, war für die Stedtener Gäste jedoch alles andere als spektakulär. Aber bereits im Vorjahr gab es ein wildes 5:5, welches fast keine Wünsche offen ließ. Sandersdorf lag fünfmal zurück und schaffte es, fünfmal auszugleichen. In diesem Jahr wurde es ein anderes, jedoch nicht weniger spektakuläres Drehbuch geschrieben. Dabei schlief der Unionbank inklusive den mitgereisten Sandersdorfern bereits frühzeitig gewaltig das Gesicht ein. Acht Minuten gespielt, und seitens beider Teams schien alles durch. Zum Negativen für die Gäste, zum Positiven für den Platzherren Romonta Stedten. Marcell Siedler (2.), Niklas Deparade (6.) und schließlich Martin Kropp (8.) trafen aber sowas von frühzeitig dreimal in das von Robert Hahn gehütete Tor von Sandersdorf II, so dass die Sache eigentlich durch schien, bevor sie angefangen hatte. „Oh man, eigentlich war das Ding frühzeitig gegessen“, so Uniontrainer René Höllrigl am Ende mit einem Lächeln.

Dieses war dem Trainer der Sandersdorfer nach Anpfiff jedoch schnell abhanden gekommen. „Ich habe nach dem 0:3 schlimmes geahnt, und war da sicher nicht der einzige“, sah Höllrigl eine Anfangsphase, welche sein Team so lasch und sorglos abspulte, das einem Angst und Bange wurde. Romonta hingegen machte das Optimale daraus. Alles fing mit einem zu kurzen Rückpass von Unionkapitän Lucas Rosinsky an. Kropp erlief die Kugel, passte auf Siedler, und der hatte wenig Mühe. Wenig Mühe hatten auch die Kollegen Deparade und Kropp danach. Denn Sandersdorf servierte eine lückenlose Fehlerkette. Doch der Wecker für Union II sollte nun schrillen. Nach und nach wurden alle wach. So wach, dass der soeben frühzeitig eingewechselte Mario Bohmeyer auf 3:1 verkürzte (22.), und Kevin Oertel sogar relativ früh den direkten Anschluss herstellte (3:2/36.). Zur Pause sah das Ergebnis folglich nur wie ein spannendes Fußballspiel aus. Doch es hatte sich schon so einiges ereignet. Sandersdorfs Thomas Franke lieferte im fortgeschrittenen Alter von 37 Jahren eine große Partie. Und das, wie in den letzten Spielen bereits.

Mario „Bohne“ Bohmeyer (am Ball) eröffnete mit seinem 1:3 die Aufholjagd.

„Nach dem 3:2- Anschluss spielen wir nach vorn, wollen den Ausgleich“, so Höllrigl. Sandersdorfs Coach musste dabei mit ansehen, wie die Romonta große Konterräume nicht entscheidend nutzte. Allein Marcell Siedler verdattelte zum Leidwesen der Heimzuschauer so einige verheißungsvolle Aktionen. „ Das wäre wohl sicher spielentscheidend gewesen, hätte Stedten in dieser Phase nachgelegt“, erkannte Höllrigl, dessen Team jedoch ungeahnt zurückkommen sollte. Geführt von Oberligaakteur Timo Breitkopf- er spielte in Team II da er für Union I per fünfter Gelber gesperrt war- zogen die Sandersdorfer an und versuchten alles. „Über Timo braucht man eigentlich gar keine Worte verlieren. Der Mann ist einfach klasse, fordert in jeder Situation den Ball. Der hat auch keine Angst, wenn er von drei Leuten gleichzeitig bedrängt wird“, lobte Sandersdorfs Trainer den Mann, welcher ansonsten die Fäden im Oberligamittelfeld zusammen hält.

Torsten „Schmidter“ Schmidt (li.) krönte Sandersdorfs Comeback mit dem Ausgleich in letzter Minute.

Schlussendlich lief alles auf eine knappe Niederlage der Gäste raus, hätte Kevin Oertel nicht auf dem letzten Loch pfeifend zu einem unwahrscheinlichen Kraftakt ausgeholt. Oertel bediente- nachdem er sich förmlich durchgetankt hatte- Torsten Schmidt. Sandersdorfs Längster machte es in der 90. Minute in Robbenmanier. Schmidt zog nach innen und versenkte mit seiner guten Schusstechnik (3:3/90.). Nach besagtem 5:5 aus dem Vorjahr nun wieder ein Schmankerl, bei welchem jeder Fußballtrainer um Jahre altert. „Wir müssen immer konzentriert bleiben, sonst ist man in dieser engen Liga schnell auf Platz neun oder zehn“, warnte Höllrigl sein nochmal mit blauem Auge davon gekommenes Team. Zugleich aber freute er sich über etwas ganz anderes. Mit Nick Wenner beorderte er frühzeitig Sandersdorfs talentierten A- Junior in die vakante Innenverteidigung. Der Junge aus der Nähe von Roßlau machte sein Ding ganz toll. „Es ist fantastisch anzusehen, wie wir hier quasi mit drei Mannschaften um Punkte kämpfen. Ob meine Jungs aus dem Stamm der zweiten Mannschaft, die stets verschiedenen Verstärkungen von oben aus der Oberliga oder eben die klasse Typen wie Nick Wenner oder zuletzt auch Colin Seliger aus dem A- Juniorenteam der Verbandsliga kicken hier in einer tollen Art und Weise gemeinsam um Sandersdorfer Punkte in der Landesliga“. Diese nicht alltägliche Konstellation macht Höllrigl und den Verein Union Sandersdorf schon mächtig stolz. Denn nur so funktioniert es in der heutigen Zeit.

   

   

Nächste Termine  


23.11.2019, 13:30 Uhr
(FB) TV Askania Bernburg vs. Union
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29.11.2019, 19:30 Uhr
(FB) Union vs. International Leipzig
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07.12.2019, 13:30 Uhr
(FB) FC Oberlausitz Neugersdorf vs. Union
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