UNION BLOG

   

Seitenwahl, oder was suchen die fünf Herren am Boden? :-)

Genau zwanzig Jahre ist es her, dass die FIFA weltweit das Dreipunktesystem bei Sieg im Fußball einführte.

Offensivfußball sollte mit der ab Spieljahr 1995/96 eingeführten Reform klar belohnt werden. Für ein Unentschieden gibt es bekanntlich eine Punkteteilung von jeweils einem Punkt.

Die SG Union Sandersdorf machte mit der abgelaufenen Hinrunde beim schnellen Blick auf die Tabelle den Eindruck, als hätte sie alle Begegnungen Unentschieden beendet. Fünfzehn Spiele brachten der Sadlo- Elf bislang fünfzehn Punkte. Doch war dem nicht so. Vier Siegen stand bzw. steht die doppelte Anzahl an Niederlagen gegenüber (8). Man spielte nur ganze dreimal Unentschieden. Und doch reichte die Punktzahl nur, um sich mit der Anzahl der absolvierten Spiele die Waage zu halten. Eine durchaus gefährliche Konstellation. Man müsste Wikipedia oder den absoluten Fußballfachmann bedienen, um herauszufinden, ob ein Team schon mal absteigen musste, weil es im Dreipunktesystem alle Spiele unentschieden spielte. Auf alle Fälle können dreißig Punkte eine verdammt enge Kiste in der Endabrechnung sein.

Dass Union Sandersdorf „nur“ auf jene fünfzehn Zähler kam, lag im weitesten Sinne im durchaus vermasselten Start begründet. Zeitige Spiele wie gegen Barleben oder Brandenburg (beide 1:2) durfte man nie verlieren. Nach Spielanteilen und Chancen war sogar ein Unentschieden geschmeichelt. Doch man gab sie aus der Hand. Gleiches setzte sich im Verlauf des Spieljahres hin und wieder fort. Die beste Phase besaßen die Sandersdorfer genau Mitte der Hinrunde gegen wahrliche Spitzenteams. BSG Chemie Leipzig (1:1), Merseburg 99 (1:1) oder VFC Plauen (3:3)- drei Unentschieden, welche unter dem Strich aber auch alles andere hätten bringen können. Drei Punkte in drei Spielen, welche den Verein merklich nicht von der Stelle brachten.

Am Samstag stand nach dem 1:0 der Vorwoche gegen den VfL Halle 96 nun im Sportpark Tresenwald ein völlig anderes Kaliber vor der Sadlo- Truppe. Gegen den FC International bekamen die Sandersdorfer nicht nur wettertechnisch vom Anpfiff weg Gegenwind. „Wir haben gleich zu Beginn zwei, drei gute Ansätze. Wie wir sie jedoch letztlich ausspielen, war einfach zu wenig“, charakterisierte Co- Trainer Michael Stelzl den Start der eigenen Elf. Die stand unheimlich unter dem Druck der ballsicheren Gastgeber, welche körperlich schon sichtbare Vorteile mit auf den Platz in Machern brachten.

Marcelo Henrique Franceschi (Nr. 39) und Christos Papadimitriou (rechts) sehen aus wie Zwillinge, sind es aber nicht. Erstgenannter ist gebürtiger Brasilianer und Papadimitriou ist griechischer Abstammung, beide sorgten für hohe Geschwindigkeit im Angriffsspiel der Leipziger.

„War schon sehenswert, wie ihr Neuner die Bälle vorn fest machte“, urteilte Stelzl über Leipzigs Finnen Kimmo Markku Hovi. Der war stets auf halblinker Angriffsseite präsent. Das frühe Tore aber fiel über die rechte Seite, als Sandersdorf an der Auslinie ein Duell gegen den Amerikaner Ladule Lako Losarah verlor. Dieser steckte den Ball durch auf Bocar Djumo. Leipzigs portugiesischer Faustpfand im Angriff setzte sich doppelt bedrängt durch und traf flach zur zeitigen Führung der Gastgeber ins lange Eck (1:0/8.). Beide Flügel von International machten ordentlich Druck. Sandersdorf kam über Befreiungsschläge kaum hinaus. Denn in der Raumaufteilung wirkten die Internationalen immer den sprichwörtlichen Mann mehr auf dem Feld. Mitte der ersten Spielhälfte tasteten sich die Sandersdorfer langsam heran. Man profitierte davon, dass der FCI in jedem seiner Angriffe das gewisse Schleifchen um den Spielzug binden wollte, anstelle in aussichtsreicher Position und mit dem Wind im Rücken den sofortigen Torabschluss zu suchen. Das beließ es schlussendlich auch bei der sehr knappen Pausenführung, welche der Backhaus- Truppe fast auf die Füße gefallen wäre.

Denn die Gäste aus Sachsen- Anhalt legten ihre Hemmungen vor dem bis dato spielstarken Gegner mit Wiederanpfiff immer mehr ab. Zwar musste Unionkeeper Tom- Niclas Hermann sofort nach Seitenwechsel all sein Können gegen den durchgebrochenen Brasilianer Marcelo Henrique Franceschi beweisen. Danach waren Hermanns Vorderleute jedoch präsent und schienen all das im ersten Durchgang verpasste aufarbeiten zu wollen. Schon zuvor zweimal gefährlich im Sechzehner auftauchend war es in der dritten Aktion Dan Lochmann, welcher hauchzart den Ausgleich verpasste. In der Coachingzone wurde FCI- Trainer Heiner Backhaus mehrfach ordentlich laut.

Allein gegen Alle! Nur zum fälligen Strafstoß konnte Timo Breitkopf ungehindert anlaufen.

Nun hatte die SG Union den Wind im Rücken. Doch die Sandersdorfer mussten weiterhin das geniale Umschaltspiel der Hausherren im Auge behalten. Man belohnte sich jedoch, denn Schiedsrichter Konrad Götze- der Arnstädter trat immer resolut auf- pfiff sofort Elfmeter. Lochmann hatte den Ball von der linken Seite ins Zentrum gelegt, während der einlaufende Moritz Alicke per Bodycheck am Ball vorbei geschoben wurde und sich überschlug. Timo Breitkopf ließ sich die Chance mit sicherem Verwandeln nicht entgehen (1:1/68.). Sein „Kommt Jungs, hier ist noch mehr drin“, war von Sandersdorfs Torsten Lehmann noch nicht völlig verhallt, da hatten die Gastgeber viel zu schnell die Antwort parat. Nach einer Stunde eingewechselt, traf der zwanzigjährige Deutsch- Türke Ogün Gümüstas aus halbrechter Position vorbei an mehreren Abwehrbeinen diagonal und flach zur neuerlichen Führung des FC International ins lange Eck (2:1/73.). Hatte Union Sandersdorf den Platzherren in den Minuten zuvor nahezu die Lust am Spielen genommen, so wurden die Gäste hier kühl erwischt. Union versuchte alles, und öffnete dabei mehr und mehr die eigenen Reihen. Hermann bewahrte sein Team in der 85. Minute mit doppelt großer Parade erneut gegen Gemüstas vor der endgültigen Entscheidung. Es hätte anders enden können, hätte Schiedsrichter Götze Gerald Muwangas Einsteigen gegen Sandersdorfs Stefan Ronneburg erneut als Elfmeter bewertet. Denn etwas anderes war es letztlich nicht. Doch einen zweiten Pfiff wollte der Unparteiische irgendwie nicht riskieren. So fiel die Entscheidung nur kurze Zeit darauf. Vor einem Jahr aus der U23 von Inter Mailand gekommen, machte es Djumo kurz vor Ultimo, wie es einst Karl- Heinz Rummenigge in den 80ern bei den Nerazzurri machte. Er schüttelte mit unwiderstehlichem Antritt die Sandersdorfer Verteidigung ab, umkurvte dazu noch Keeper Hermann, und machte mit dem 3:1 alles klar (88.). Union Sandersdorf versucht sich vor der Weihnachtspause traditionell noch beim Merseburger Midewa- Hallencup, welcher am Freitag, 16.12. ab 18:00 Uhr in der Rischmühlenhalle der Domstädter steigt.

   

   

Nächste Termine  


28.06.2019, 19:00 Uhr
(FB) Union vs. Hallescher FC
----------------------------

29.06.2019, 14:00 Uhr
(FB) ESV Petersroda vs. Union
----------------------------

05.07.2019, 19:00 Uhr
(FB) Union vs. SV 1890 Westerhausen
----------------------------

12.07.2019, 18:30 Uhr
(FB) Union vs. VfB 1906 Sangerhausen
----------------------------

18.07.2019, 18:45 Uhr
(FB) Union vs. SV Friedersdorf
----------------------------
   

Abteilung Juniorteam  

 

   

Login  

   

                




Webseitenumsetzung & Gestaltung: ub.unitel GmbH

© SG Union Sandersdorf e.V.

Geschäftsstelle SG Union Sandersdorf

Ansprechpartner:

Telefon-Nr.:
Fax-Nr.:
E-Mail:

Adresse:

Roland Seifert / Wolfgang Lattauschke

03493 - 88 436
03493 - 89 760
info@union-sandersdorf.de 

Am Sportzentrum 17
06792 Sandersdorf-Brehna

Nachwuchsabteilung

Ansprechpartner:

Telefon-Nr.:
Fax-Nr.:
E-Mail:

Roland Seifert

03493 - 88 436
03493 - 89 760
jt@union-sandersdorf.de 

Kegelbahn Sandersdorf

Ansprechpartner:

Telefon-Nr.:
E-Mail:

Lars Schubert

03493 - 51 67 535
info@plauderkiste.de 

Sportgaststätte / Bowlingbahn

Ansprechpartner:

Telefon-Nr.
E-Mail: 

Matthias Groß

03493 - 81 479
sporti-bowling@gmx.de