UNION BLOG

   

Barleben, Brandenburg, Merseburg 99- dem ansonsten mitreisenden Unionfan fielen auf den Schlag drei und mehr Spiele ein, welche die Sandersdorfer aufgrund der eigenen Chancen in dieser Hinrunde hätten gewinnen müssen.

Sie taten es aber nicht, verloren die Partien sogar gegen beide erstgenannten Gegner mit 1:2, während man sich trotz fast zweier Hände voll Chancen gegen Aufsteiger Merseburg mit einem Tor weit in der Nachspielzeit noch zum Unentschieden rettete. Sandersdorfs Fan Dominik Reichenbach kam extra aus dem Vogtländischen Klingenthal und hatte dort zuletzt ein packendes 3:3 seiner Unioner in der eigenen Nachbarschaft beim VFC Plauen live miterlebt. „Gewonnen ist gewonnen“, freute sich der gebürtige Sandersdorfer letztlich, als am späten Abend das Flutlicht im Sport- und Freizeitzentrum erlosch.

Es hieß am vergangenen Freitag in Sandersdorf nur reinweg „Mund abputzen“. Denn die Hausherren nahmen die drei durch einen wahrlichen Sonntagsschuss von Rico Gängel erzielten Punkte beim 1:0 über den VfL Halle 96 gerne mit. Denn was hier zählte, war eben einzig und allein der Sieg und der dafür ausgeschriebene Lohn in Form dieser dreier Zähler. Sicher konnte man sich in die Gefühlswelten der Hallenser hineinversetzen. Die Kicker vom Zoo zeigten sich allein aufgrund der Chancen demonstrativ nicht als das schlechtere Team an diesem Abend. Allein stehen die Zookicker tabellarisch noch tiefer im Schlamassel. Und wie es dann so ist, fehlt folglich jedes Glück.

Ein Spiel bei Temperaturen am Gefrierpunkt vermochte die einhundertvierzig zahlenden Zuschauer am Sandersdorfer Kunstrasen an diesem Abend nicht ansatzweise zu erwärmen. Reine Torchancen? Bei gastgebenden Sandersdorfern konnte man sie sich schnell herunter beten. Es gab keine fünf, welche man sich hätte merken oder notieren müssen. Neben einem aufgrund der eisigen, und damit rutschigen Oberfläche des immer schwieriger zu bespielenden Kunstgrüns- der flache Ball wurde verdammt schnell- waren es aber in erster Linie die Nervosität, eigene Stellungsfehler und eine stellenweise haarsträubende Fehlpassquote, welche Sandersdorf eine ganz schlechte B- Note an jenem Abend einbrachten. Die Platzherren zeigten eines der schlechtesten Spiele der Serie, belohnten sich aber trotz allem.

Jihad Mirza (li.) als unermüdlicher Balltreiber des VfL Halle 96 konnte die Niederlage trotz guter eigener Aktionen nicht abwenden (FOTO: Michael Kölbel)

Mit einer Art Halbchance links als auch rechts begann die Partie relativ verheißungsvoll. Der gastierende VfL 96 versuchte mutig zu pressen, was die Sadlo- Elf bereits zeitig zu Fehlern trieb. Ein erster verheißungsvoller Konter der Zookicker endete in einem Eckstoß, welcher nichts einbrachte (12.). Dann war es ein Christian Bölke, welcher im Tor der 96er den sprichwörtlich halben Schritt vor Sandersdorfs Tim Hoffmann zur Stelle war und die flache und scharfe Eingabe unter sich begrub (20.). Kam es überhaupt mal zu anschaulichem Fußball, so überzeugten da meist die Männer von der Saale, bei denen Jihad Mirza und der agile Adel Aljindo die munterste Figur machten. Sie bedienten auch Matthias von der Weth. Der Kapitän der Gäste verzog über das Uniongehäuse (28.). Sahen sich die Unioner da bereits mit Fortuna im Bunde, so mussten sich die Gastgeber in der 36. Minute einzig bei ihrem Torwart bedanken. Ein gravierender Ballverlust auf Vincent Mustaphas rechter Abwehrseite, und Tom Niclas Hermann hechtete sich dreifach in die Bälle der frei vor ihm rotierenden Angreifer der Gäste. Hermann blieb Sieger in jenem Duell, und Sandersdorf- wie ansonsten so oft- vom Rückschlag verschont. Nach Georg Cholewas Steilpass besaß Dan Lochmann kurz vor Seitenwechsel die große Chance, die Sandersdorfer Fans auf der Tribüne aufzuheitern. Bezeichnend für alles Vorangegangene verzog auch der aussichtsreich postierte Unionstürmer (43.).

Die kurzzeitige Krabbelstunde vor dem Sandersdorfer Tor (36.) fand in Unionkeeper Tom Niclas Hermann ihren Sieger (FOTO: Michael Kölbel)

Man durfte glauben, dass die Sandersdorfer mit deutlichen Worten ihres Trainers im Ohr die Dinge nun anders angehen wollten. Bölke- in früheren Jahren im Sandersdorfer Verbandsligator tätig- rettete gekonnt gegen Timo Breitkopfs Schuss zur Ecke und nach dieser gegen Lochmann im kurzen Winkel (48.). Sicher wurde der Gastgeber ein wenig zielstrebiger. Doch die richtige Werbung für die ansonsten wohl vorhandenen eigenen Fähigkeiten konnte man nur sporadisch betreiben. Vieles blieb unvollendetes Stückwerk. Eine Flanke von Nicky Ebert gabelte Breitkopf weit über das Ziel hinaus (56.). Im direkten Gegenzug sah Hermann im Uniontor den verdeckt abgezogenen Ball von Halles Marvin Hahn reichlich spät, hielt ihn dafür umso besser. Hermann lieferte als einziger Normalform an diesem Abend, klärte auch einen Freistoß, welcher vom Deutsch- Iraker Aljindo aus 30 Metern per Aufsetzer abgezogen nicht einfach zu bereinigen war (66.). Wurde Breitkopfs neuerlicher Versuch- der Ball hatte eine tolle Flugkurve und hätte Gefahr gebracht- zur Ecke abgefälscht (76.), so sahen sich die Unioner zuvor im eigenen Sechzehner ordentlich schwimmend unter Druck. Doch das 0:0 hatte Bestand. Dies aber nur noch zwei Zeigerumdrehungen.

Sandersdorf bekam bei etwa 22 Metern einen Freistoß in halbrechter Position zugesprochen. Bölke im VfL- Tor stellte nur eine Zweimannmauer. Clever beobachtet, wäre die komplette kurze Ecke für einen Rechtsfüßer frei gewesen. Lochmann aber ging voran und schnappte sich jenen Freistoß. Und das zum Glück für die Sandersdorfer. Während es der Unionstürmer fertig brachte, jenes schmales Mäuerchen hart zu treffen, nahm der Abpraller eine Flugkurve parallel zur Sechzehnmeterlinie und landete am linken Strafraumeck direkt vor Kapitän Gängels Füßen. Was der dann balltechnisch daraus machte, rettete das Niveau der Hausherren an diesem Abend. Die Kugel kurz beruhigt, jagte der 30- jährige Spielführer der Gastgeber das Spielgerät präzise und unhaltbar in Bölkes langes Torwarteck (1:0/76.). Union Sandersdorf führte, und sollte diese Führung inklusive Nachspielzeit in der Schlussviertelstunde nicht mehr aus der Hand geben. Ein kleiner Schritt für den Kapitän, ein großer Schritt für sein Team- Sandersdorf konnte sich mit einer Distanz von sechs Punkten von der unmittelbaren Abstiegszone befreien, während es Samstag abschließend für das Kalenderjahr zum FC International Leipzig geht (13:00 Uhr).


UNION II WIE AUS EINEM GUSS

Spielfreude pur strahlte Sandersdorfs zweite Mannschaft im letzten Auftritt des Kalenderjahres aus. (Foto: Holger Bär)

Wenn´s läuft, dann läuft´s! Ob der alte Mannschaftsleiter die Inspiration zum hohen 5:1- Sieg von Unions zweiter Mannschaft gegen den SSV 90 Landsberg versprühte, war er doch auf angestammtem Platz oben auf der Loggia der Sandersdorfer Geschäftsstelle und schaute seinen alten Mitstreitern zu.

Sandersdorfs zweiter Mannschaft war es schon lange ein Bedürfnis, ihrem bis zum Sommer noch tätigen Mannschaftsleiter nochmals “DANKE“ für die vielen tollen Jahre inklusive dem gemeinsamen Weg von Kreisoberliga bis in die Landesliga zu sagen. Nun bot sich die Gelegenheit, und ihr im Sommer plötzlich und relativ unerwartet adé sagender Steffen „Ehrki“ Ehrke war zu Gast. Ein Präsentkorb und die vielen dankbaren Gesichter ließen ihn dann doch sichtlich nochmals über seinen plötzlichen Abbruch der Zelte nachdenken. Als Ehrke dann geruhsam das Punktspiel seiner Männer gegen die Landsberger vom Balkon aus sah, dürfte ihn ein bisschen Wehmut durchzuckt haben.

Sandersdorfs Zweite- zuletzt mit drei Niederlagen am Stück- stand ausgerechnet jenem Team gegenüber, welches dem aktuellen Ligaüberflieger SV Braunsbedra zur Vorwoche nach deren sechs Siegen am Stück beim 3:1- Sieg daheim einfach mal den Hahn zudrehte. Dass Braunsbedra am Samstag parallel gegen Reppichau wieder in die Erfolgsspur zurück fand (2:1), machte die Sache sogar noch pikanter. Landsberg unter Trainer Maik Ritschel bekam diesmal so gut wie kein Bein auf Sandersdorfer Kunstrasen. Die Blau- Gelben kamen irgendwie nicht mit dem durch die Kälte immens schnellen Geläuf zurecht.

An diesem 13. Spieltag dieser Landesliga Süd spielte und traf bei strahlendem Sonnenschein in Sandersdorf nur ein Team. Und das war die Höllrigl- Elf, welche sich als Gastgeber viel vorgenommen hatte und all das eins zu eins umsetzen konnte. Dass die Landsberger Gäste in der 88. Minute beim Stand von 0:5 durch Georg Arndt vom Elfmeterpunkt doch noch zu ihrem Ehrentreffer kamen, lag viel mehr am Wohlwollen vom ansonsten guten Staßfurter Schiedsrichter Dustin Neumann. Der junge Mann pfiff einen Elfer, welcher wohl keiner war. Zeigt Neumann hier zwei Minuten vor Ultimo auf den Punkt, so muss er das gegenüber zuvor wohl auch anderthalb Mal machen. Beim Gastgeber störte es nur einen. „Ich bin froh, nach einem Vierteljahr wieder mal im Tor stehen zu dürfen“, freute sich Christian Ignorek im Vorfeld. Ein Riss des Syndesmosebands warf den Keeper von Union I lange aus der Bahn. Nun sammelte er hier in der Zweiten wieder Spielpraxis, machte seine Sache gut und durfte sich wie jeder Torwart darüber ärgern, dass ihm mit diesem Elfer das „zu Null“ flöten ging. Seine Kollegen befanden sich zu diesem Zeitpunkt bereits in prächtiger Spiellaune. Man war gedanklich und vorallem läuferisch den Landsbergern an diesem Tag um einiges voraus. Insbesondere Erik Schlegel sprühte nur so vor Energie und belohnte sich selbst mit zwei Treffern.

Dass es zur Pause nur 1:0 stand lag daran, dass die Sandersdorfer bis dato auf noch agile Gäste stießen, aber parallel auch da schon sich bietende Chancen liegen ließen. Marcus Plomitzer- treffsicherster Sandersdorfer in der Liga- sollte es an diesem Tag nicht vergönnte sein, den Ball über die Linie zu bugsieren. Nach Moritz Alickes Zuspiel verzog der Unionstürmer mit erster richtiger Chance der Hausherrn (19.). Zwei Minuten später traf Alicke selbst nach schönem Spielzug direkt in die Fänge von Landsbergs Torwart Sven Klugmann (21.).

Union II wirkte sehr gefällig, hatte die Balance zwischen Offensive und Defensive total gefunden. Torsten Schmidts Freistoß touchierte Landsbergs Querbalken (32.), während Keeper Klugmann einen Distanzschuss von Hans Allner aus dem Winkel zur Ecke wischte. Diese Ecke brachte mit dem zweiten Ball die lange anvisierte Führung der Platzherren. Patrick Köhler staubte mit der Pieke aus acht Metern ab. Trotz angestrebter Kopfballrettung der Gäste landete die Kugel im linken Torwinkel (1:0/37.). Plomitzer musste noch vor Seitenwechsel erhöhen. Von Alicke geschickt, war Fortuna an diesem Tag nicht auf seiner Seite (43.).

Ein Konter gegen einen nun deutlich besser mitspielenden SSV versenkte Alicke mit Übersicht ins rechte untere Eck (2:0/59.). Eine Stunde gespielt, erstickte dieses zweite Tor alle Landsberger Hoffnungen und eröffnete gewaltige dreißig Sandersdorfer Minuten. Chancen und Tore wechselten sich in einer Regelmäßigkeit ab. Alicke von der Grundlinie in den Rückraum, und Schmidt scheiterte noch an Klugmanns Bein, welches im Stil eines Handballkeepers herausschnellte (63.). Kevin Oertel versuchte es mit einem seiner gefürchteten Freistöße. Klugmanns Faustabwehr setzte erneut Plomitzer nach und verfehlte haarscharf (64.).

Youngster Erik Schlegel machte Meter um Meter und belohnte sich folglich. Er blieb energisch am Ball und schob zum 3:0 ein(73.). Als Sandersdorf mit Eric Semlin noch einen Landsberger Jungen einwechselte, er spielte zuvor beim VfL Halle 96, war das schon zum Schmunzeln. Dass Semlin siebzig Sekunden darauf zum 4:0 gegen seine Heimat traf, fanden die SSV- Männer wenig berauschend (81.). Auch nicht, dass Schlegel sofort mit Wiederanstoß und stibitztem Ball diesem humorlos unter den Querbalken jagte und auf 5:0 erhöhte (82).
Dass eine kleine Sandersdorfer Unachtsamkeit sowie ein wohlwollender Pfiff in Folge den Elfmeter und das Landsberger Ehrentor brachte, schien ein seitens der Sandersdorfer kaum beachteter Schönheitsfleck am zweiten Adventswochenende.

   

   

Nächste Termine  


27.04.2019, 14:00 Uhr
(FB) Ludwigsfelder FC vs. Union
----------------------------

04.05.2019, 14:00 Uhr
(FB) VfB 1921 Krieschow vs. Union
----------------------------

12.05.2019, 14:00 Uhr
(FB) Union vs. VfL 05 Hohenstein-Ernstthal
----------------------------

18.05.2019, 14:00 Uhr
(FB) FSV 63 Luckenwalde vs. Union
----------------------------

02.06.2019, 14:00 Uhr
(FB) Union vs. FC International Leipzig
----------------------------
   

Abteilung Juniorteam  

 

   

Login  

   

                




Webseitenumsetzung & Gestaltung: ub.unitel GmbH

© SG Union Sandersdorf e.V.

Geschäftsstelle SG Union Sandersdorf

Ansprechpartner:

Telefon-Nr.:
Fax-Nr.:
E-Mail:

Adresse:

Roland Seifert / Wolfgang Lattauschke

03493 - 88 436
03493 - 89 760
info@union-sandersdorf.de 

Am Sportzentrum 17
06792 Sandersdorf-Brehna

Nachwuchsabteilung

Ansprechpartner:

Telefon-Nr.:
Fax-Nr.:
E-Mail:

Roland Seifert

03493 - 88 436
03493 - 89 760
jt@union-sandersdorf.de 

Kegelbahn Sandersdorf

Ansprechpartner:

Telefon-Nr.:
E-Mail:

Lars Schubert

03493 - 51 67 535
info@plauderkiste.de 

Sportgaststätte / Bowlingbahn

Ansprechpartner:

Telefon-Nr.
E-Mail: 

Matthias Groß

03493 - 81 479
sporti-bowling@gmx.de