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Trübe Aussichten ... (Foto: Holger Bär)

Ein Unioner Fußballwochenende im Männerbereich, welches in wenigen Worten schnell umschrieben werden kann: Es ging völlig vor den Baum. Sowohl im Oberligateam am Freitag, als auch einen Tag später in der Landesliga Süd. Sandersdorf ging punktlos aus dem Geschehen.

An jenem Wochenende, wo Rasenballsport Leipzig an einem 11. Spieltag acht Jahre nach seiner Gründung an die Tabellenspitze der Fußball- Bundesliga stürmte, verlor die SG Union Sandersdorf anderthalb Stunden zuvor gegen das Tabellenschlusslicht der Oberliga Süd, den SSV Markranstädt. Genau gegen jenen Verein, welcher zur Spielserie 2009/2010 sein damaliges Oberligastartrecht an RB Leipzig verkaufte und jenem Newcomer damit beim Überspringen von acht Ligen half. Von da an ging der in der Regionalliga einst etwas zum Stottern gekommene Siegeszug des Red Bull- Vereins los und endete, wie gesagt, an der momentanen Tabellenspitze von Deutschlands höchster Fußballliga.

Der SSV Markranstädt ist mittlerweile wieder in jener Oberliga zurück. Trainer Holger Krauß und die Seinen reisten am vergangenen Freitag mit zwei Punkten und acht eigens geschossenen Toren bei elf absolvierten Spielen in Sandersdorf an. Bei Union schien man das irgendwie nicht ernst zu nehmen und bekam die bitterböse Quittung. Drei Punkte (einer mehr als der SSV bereits besaß) sowie beim 4:1- Sieg ein Quartett an Toren (immerhin die Hälfte aller bis dato erzielten) standen mit Abpfiff vor  151 Zuschauern für die Rand- Leipziger unter dem Strich. „Eine Sache, über die wir klipp und klar reden müssen“, gab Co- Trainer Michael Stelzl die deutlichen Worte seines Chefs Mike Sadlo weiter. Man wollte hier mit einem tapfer und jederzeit verdienten 5:1- Sieg vor zwei Wochen aus Jena im Rücken den Grundstein für einen versöhnlichen Jahresausklang legen. Die Pokalpause schien den Sandersdorfern nicht dienlich. Der Stein bröckelte binnen neunzig Minuten. Ein relativ zentraler Freistoß ließ Markranstädts Martin Böhmer aus wenigen Metern die Kugel versenken (0:1/16.), bevor sich Marc- Calvin Dünkel zwei Minuten später um seinen Gegenspieler schlängelte und einem ihm flach in die Füße fallenden Ball ebenso flach ins lange Eck versenkte (0:2/18.). Jubel bei den Gästen, versteinerte Blicke bei den Hausherren. Die Mammutaufgabe schien bereits nach etwas über einer Viertelstunde Spielzeit perfekt und sollte bis zum Ende nicht gelöst werden. Ob mit Tempo oder klar herausgespielt wollten die Sandersdorfer Angriffe einfach nicht fruchten. Erst ein Volleyschuss von Nicky Ebert landete zum 1:2- Pausenstand im SSV- Netz (38.) und schuf berechtigte Hoffnungen.

Markranstädt spielte jedoch nie wie ein Schlusslicht. Und genau davor hatte Mike Sadlo im Vorfeld gewarnt. „Ich habe sie zwei Mal gesehen, und sie hatten immer ihre Chancen“, so der Unioncoach. Der SSV scheiterte in den bisherigen Partien anscheinend genauso, wie es Union an einigen absolvierten Spieltagen oft tat. Dieses Mal, ausgerechnet eben in Sandersdorf, drehte sich der Spieß für die Gäste um. Verzog Dünkel vor der Pause noch völlig frei gegen alles nach vorn werfende Platzherren, so musste der Ausgleich eine Viertelstunde nach Wiederanpfiff fallen. Nicky Ebert von außen auf Moritz Alicke, welcher den Ball mustergültig an den Fünfmeterraum schlenzte. Dan Lochmann setze den idealen Flugkopfball an. Doch Christian Wings machte seinen „Wings“ alle Ehre und winkte den Ball mit einem seiner „Flügel“ reflexartig und äußerst gekonnt über den Balken (58.). Mit dem Ausgleich wäre sicher noch einiges seitens der Sandersdorfer gegangen. Doch der Konjunktiv sollte auch diesmal nicht zählen. Denn das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom ADS zeigte bei den Sandersdorfern an diesem Abend einmal mehr seine heftige Seite. Zuvor musste Union aber seine letzte Verteidigungskette ändern. Stefan Ronneburg (59.)sowie Rico Gängel (66.) schieden verletzt aus und Mike Sadlo musste seine Abwehr neu ordnen. Markranstädt nutzte diese Neuordnung. Eric Berger warf per neuerlich flachem Ball die Tür beim 1:3 (76.) endgültig ins Schloss. Damit schien auch die Moral der sich zuvor aufbäumenden Gastgeber gebrochen. Die versuchten noch das ein oder andere, kassierten jedoch in der Nachspielzeit durch den erst fünfundzwanzig Minuten zuvor eingewechselten Berger dessen zweites Tor, welches den 1:4- Endstand aus Sandersdorfer Sicht bedeutete (90.+1).

Zwei in der Historie verbundene Mannschaften feierten am selben Abend. RB Leipzig seine Bundesligaspitze, und das sie vor acht Jahren salonfähig machende Markranstädt den ersten Saisonsieg.


GROSSE CHANCEN, TOLLER AUFTRITT, KEINE PUNKTE

Nach überwundener Krankheit wieder am Ball, Erik Schlegel im Einsatz beim Landesligateam. (Foto: Dennis Höllrigl)

Einen Rückschlag, welcher eigentlich kein Rückschlag sein darf, erlebte Union Sandersdorfs zweite Mannschaft gegen einen Ortsnachbarn. In der Landesliga Süd stand das Kreisderby gegen Rot- Weiß Thalheim auf der Agenda und endete für die gastgebenden Sandersdorfer letztlich genau so trist, wie sich das Wetter über die neunzig Minuten am und auf dem Sandersdorfer Kunstrasen präsentierte. Das vorgezogene Fazit des Spiels: Die Platzherren hatten sich eine Niederlage aufgrund des Gezeigten nicht verdient. Dass das Spiel letztlich doch 2:3 endete, lag an vielleicht am Ende doch cleveren Gäste und an Thalheims Max Koß, dessen Tore in Sandersdorf überhaupt etwas für seine Farben ermöglichten. Und natürlich an einem ganz besonderen Typen. Christian Kotzbau- ehemaliger Keeper von Chemie Leipzig und absoluter Rückhalt der Thalheimer. Ohne den fast zwei Meter großen Hünen wäre es den Rot- Weißen an diesem Tag als absoluter Favorit sicher böse in Sandersdorf ergangen. Der 32- Jährige zeigte wahnsinnige Reflexe und bewahrte seine Truppe vor so einigem. Das bereits in der 6. Minute, als er einen Drehschuss vom agilen Marcus Plomitzer blitzartig zur Ecke bugsierte. Sandersdorf schien von Anbeginn hellwach und fasste in die sehenswerten eigenen Bemühungen einen absoluten Nackenschlag. Der Ex- Bernburger Koß zog aus 25 Metern einfach mal ab. Verletzt ins Spiel gegangenen machte Robert Hahn da nicht die beste Figur (0:1/14.). Hahn aber hatte arge Probleme sich abzudrücken, konnte nicht mal eigene Abschläge von der Fünferlinie realisieren.

Als Torsten Schmidt einen fahrlässigen Rückpass in die Beine von Thalheims Tim Jonietz servierte, traf dieser nur den Pfosten und die Hausherren waren da arg im Glück (17.). Das alles schockte Sandersdorfs Reserve wenig. Die begannen nun richtig die Hühner zu satteln. Marvin Römling- gerade aus einer Verletzung zurück- verzog gegen seinen alten Verein völlig freigespielt aus bester Position (18.). Eigentlich tat nur Sandersdorf zu diesem Zeitpunkt etwas für die Offensive. Die Thalheimer hatten da ein um das andere Mal ihre liebe Mühe. Es sah gut aus, was Union II hier gegen den Favoriten aus der Nachbarschaft produzierte. Das Duell zweier Toptorschützen entschied an diesem Tag klar der Sandersdorfer zu seinen Gunsten. Thalheims Jonietz versemmelte völlig allein gelassen nach Eckstoß auch seine zweite Möglichkeit (41.). Anders Plomitzer im Uniontrikot. Hatte Kotzbau im Thalheimer Gehäuse erneut reflexartig den Ausgleich verhindert (44.), so war er gegen Plomitzers Abstauber eine Minute darauf machtlos (1:1/45.). Psychologisch zum richtigen Zeitpunkt egalisiert, brachten die Gastgeber den Schwung mit aus der Pausenkabine. Plomitzer lässt nach starkem Spielzug die Führung zunächst noch aus (50.). Die sollte dann aber mittels eklatanter Fehlentscheidung fast auf Thalheimer Seite fallen. Im Zusammenspiel vom halleschen Referee Toni Pulst und seinem Assistenten II Andreas Vogt zeigte Ersterer plötzlich auf den Elfmeterpunkt. Eine dahinsinkende Ballabwehr per Brust von Unionkapitän Lucas Rosinsky wertete der Unparteiische irrtümlich als Handspiel. Die Gerechtigkeit siegte vom Punkt, denn Jonietz scheiterte an Hahn, der die Ecke ahnte (53.). Sandersdorf II schien nun alles zu wollen und zeigte sehenswerte Angriffe. Timo Breitkopf schickte Plomitzer, welcher hart abzog und erneut an Kotzbaus riesiger Parade scheiterte (58.). Als Plomitzer einen Steilpass erlief und quer legte, zeigte Thalheims Nr. 1 gegen Römling erneut einen großen Reflex (62.). Das Tor aber fiel, und zwar wieder durch Plomitzer. Der Unionstürmer versenkte einen ihm vor die Füße fallenden Abpraller und drehte die Partie (2:1/66.). Musste Sandersdorf da bereits mehr als zwei Tore auf dem eigenen Konto haben, so ließ man auch den nächsten Hochkaräter sträflich liegen. Nach Eckstoß scheiterten Römling zunächst per Kopf und Patrick Köhler im sofortigen Nachschuss aus nächster Nähe (75.). All dies sollte sich bitter rächen.

Rot- Weiß bislang eher destruktiv und auf Sandersdorfer Aktionen reagierend, musste nun etwas tun und tat das auch. Und wieder war es Koß, welcher den Kopf oben behielt und flach zum 2:2- Ausgleich traf. Damit hätten sich beide letztlich anfreunden können. Doch die Gäste hatten das Glück an diesem Tag auf ihrer Seite. Erik Bader nutzte die Gelegenheit und traf in der Nachspielzeit zum 3:2- Siegtreffer. Dazu hätten es die Sandersdorfer abwehrtechnisch, speziell aber aufgrund der großen eigenen Möglichkeiten während der gesamten Begegnung nicht kommen lassen dürfen. Auf alle Fälle zeigte das unterlegene Team keinesfalls den schlechteren Fußball. Das zählte aber an diesem regnerischen Nachmittag nur theoretisch.

   

   

Nächste Termine  


27.04.2019, 14:00 Uhr
(FB) Ludwigsfelder FC vs. Union
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04.05.2019, 14:00 Uhr
(FB) VfB 1921 Krieschow vs. Union
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12.05.2019, 14:00 Uhr
(FB) Union vs. VfL 05 Hohenstein-Ernstthal
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18.05.2019, 14:00 Uhr
(FB) FSV 63 Luckenwalde vs. Union
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02.06.2019, 14:00 Uhr
(FB) Union vs. FC International Leipzig
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