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Das Weiß des Trikots sollte später zu einer sehr viel dunkleren Farbe mutieren. (Fotos: Holger Bär)

Jede Negativserie ist dazu da, um irgendwann beendet zu werden. Die SG Union Sandersdorf tat dies, und zwar im vierten Anlauf beim SV SCHOTT Jena.

Drei Jahre zuvor gab es in der Oberaue der Lichtstadt regelrechte Packungen. Nun drehte Sandersdorf jenen Spieß aber mal gewaltig um. „Ich glaube es erst, wenn es Montag in der Zeitung steht“, lachte ein sichtlich zufriedener Uwe Störzner. Der Unionpräsident sah unterm Regenschirm bei miesem Herbstwetter eine formidable Leistung seiner Männer. Und das in seiner Heimatstadt Jena. 0:6 (2013/14), 1:5 (2014/15) und 3:5 (2015/16) hießen die bisherigen „Glanzleistungen“ der Sadlo- Truppe am Jenaer Saaleufer. Nicht, dass bereits die zweite Mannschaft des benachbarten FC Carl Zeiss nicht zu Sandersdorfs Lieblingspartnern gehört. SCHOTT Jena ließ auf eigenem Platz bislang überhaupt nichts für die Männer aus Sachsen- Anhalt zu. Bis zum Samstag. „Die ersten zwanzig Minuten hier waren eigentlich so wie immer“, schüttelte Michael Stelzl mit dem Kopf. „Nicht kompakt agierend, spielte eigentlich jeder von uns für sich alleine“, analysierte Sandersdorfs Co- Trainer im Nachgang die Anfangsphase, in welcher der Gastgeber den passsichereren und gefestigteren Eindruck machte. Zappelte bei einer straffen Ebert- Eingabe anstelle des Balls noch Unionstürmer Dan Lochmann früh im Netz (5.), so kamen die Hausherren anfänglich mit den widrigen Bedingungen deutlich besser zurecht.

Dauerflitzer Nicky Ebert hat nachweislich Bekanntschaft mit dem Grün (!) gemacht.

Mit dem Öffnen der Bustür des Sandersdorfer Gefährts setzte wie auf Bestellung der Herbstregen im Jenaer Paradies ein. Auf Ballannahme und schnelle Verarbeitung sollte es folglich in erster Linie auf schmierigem Geläuf ankommen. Das setzte SCHOTT zunächst besser um. Eine Flanke sah Jakub Petrik zentral völlig verwaist im Strafraum der Unioner. Das ließ sich der 24- jährige Tscheche nicht nehmen, setzte den Ball platziert halbhoch neben den linken Pfosten (1:0/11.). Wer weiß, was passiert wäre, hätte Robin Küfner nach gleichem Schema nur zwei Minuten später das 2:0 erzielt. Unionkeeper Tom Niclas Hermann konnte mit all seinem Können zur Ecke klären. Küfner war es, welcher im Zweikampf mit Unionkapitän Rico Gängel kurz darauf in vollem Schwung in die angrenzenden Barriere rauschte. Mit dem Krankenwagen nach langer Behandlung abtransportiert, wünscht man ihm aus Sandersdorf geschlossen alsbaldige Genesung.

Besser kann man den Charakter des Monat Herbst nicht veranschaulichen. Prima Holli!

Sandersdorf machte sich auf den Weg, suchte den Ausgleich. Die ansonsten oft über die spielerische Komponente kommende Sadlo- Elf schüttelte das schlechte Wetter ab und zeigte ihre kämpferischen Tugenden. Zu diesen kam- wenn auch speziell erst in der zweiten Halbzeit- die spielerische Note noch hinzu. Einen Kopfball von Timo Breitkopf klärten die Jenaer von der Torlinie (28.). Dann hieß es Luft anhalten. Im direkten Konter hatte SCHOTTS Robert Bismark das komplette Uniontor vor sich. Der 23- jährige Mittelfeldakteur verzog haarscharf. Es blieb lange die letzte direkte Chance der Hausherren, welche vor der Pause noch ein spielentscheidendes Tor kassieren sollten. Nach Merseburg, Plauen, Halberstadt und dem Landespokal gegen Ammendorf war es nun auch in Jena Dan Lochmann, welcher mit dem ersten Sandersdorfer Tor aufwartete. Ein Eckstoß von Tim Hoffmann erst im Gestochere erfolglos, traf im zweiten Nachsetzen die Querlatte und lag beim dritten Abstauber schließlich im langen Eck (1:1/41.). Das bedeutete gleichzeitig den Pausenstand.

Zwei der drei Unioner - Georg Cholewa und Timo Breitkopf - sollten später noch treffen.

Kaum aus den Kabinen heraus, musste Hoffmann Union erst aus Nahdistanz und in gleicher Aktion im zweiten Ball wenigstens aus der Drehung in Front bringen. Der Ball wollte nicht rein (50.). „Mehr als sieben echte Chancen waren es für uns am Ende nicht“, glaubt Unionpräsident Störzner gezählt zu haben und sah dabei diesmal eine sehr effiziente Ausbeute seiner bislang in dieser Saison vor dem Tor oft fahrlässig agierenden Mannschaft. Die brach dazu noch eine weitere Serie. Bei Standards und speziell Eckstößen tat man sich oft recht schwer. Denn das Unionteam gehört nicht zu den körperlich Längsten der Liga. Diesmal aber wuchtete Breitkopf im zweiten Ball einen zunächst geblockten Eckball aus spitzem Winkel unter den Balken (1:2/58.). Zweiter Eckstoß- zweiter Torerfolg für Sandersdorf. Was Union dann in der letzten halben Stunde auf immer schwerer werdendem Boden folgen ließ, war einfach sehenswert und clever zugleich. SCHOTT forcierte die eigenen Bemühungen und Union setzte gewaltige Konter und spielte es auch so überragend. Moritz Alicke legte mit Auge von der Grundlinie zurück. Diesmal nutzte Breitkopf seine Schusstechnik. Zwischen flach und hart getretenem Ball und Jenaer Pfosten passte keine Thüringer Allgemeine Zeitung (1:3/69.). Das 1:4 resultierte wieder aus einem Eckstoß, welcher erneut auf den ausführenden Lochmann herausgespielt wurde. Georg Cholewa- nicht für Tore geschweige denn Kopfballtore bekannt- schraubte das Spielgerät nach Lochmanns neuerlicher Flanke in den langen Torwinkel (1:4/71.).

Hinten hatten die Ronneburg und Co. mit konsequenter Abwehrarbeit immer den entscheidenden Schuh dazwischen. Sandersdorfs Mittelfeld hingegen leitete die Bälle flott weiter. Das Resultat: Der freigespielte Lochmann umkurvte einen letzten Abwehrmann und ließ beim abschließenden 1:5 den im Vorfeld gut mitspielenden Brian Gheorghiu im SCHOTT- Gehäuse abermals keine Abwehrchance (84.).

Ja ..., dieses Spiel hat geschlaucht. Man kann es ausdrucksvoll an den Gesichtern von Christian Brenner und Vincent Mustapha ablesen.

Union Sandersdorf feierte einen 5:1- Kantersieg an jener Stelle, wo man in den letzten drei Jahren jedesmal minimum fünf eigene Tore fasste. Und das bei Fritz- Walter- Wetter in echt beeindruckender Art und Weise.


FRÜHES MAROSE- TOR BRINGT DRITTEN SIEG IN FOLGE

Beim späteren Truck- Stopp auf der Rückfahrt aus dem Mansfeld´schen waren die Feierlichkeiten bei Sandersdorfs zweiter Mannschaft noch in vollem Gange. Sandersdorf zurrte mit einem 0:1- Auswärtssieg beim MSV Eisleben den dritten Sieg in Folge fest und steht damit auf einem guten vierten Tabellenplatz in der Landesliga Süd. In einem Spiel voller Rasse sollte das entscheidende Tor sehr früh fallen und später über den kompletten Verlauf Bestand haben. „Eigentlich war es gar keine echte Torchance, quasi ein typisches Thomas Müller- Tor“, umschrieb Jörg Marose jejen Eckstoß, in dessen Anschluss der Unioner mit dem Rücken zum Tor an der Ecke des Sechzehnmeterraumes die Kugel halb aus der Drehung und halb über den Kopf Richtung MSV- Gehäuse bugsierte. Der Ball schlug unter dem Balken ein und Sandersdorf II führte. „Mich wunderte schon ein bisschen, dass der lange Mario Bellstedt im Kasten der Eislebener dieses Ding nicht zu packen bekam“, so Marose, dem dies ganz recht war (0:1/5.).

Sandersdorfs zweite Mannschaft gewann das Spiel diesmal speziell über die eigene Verteidung. Kapitän Lucas „Olga“ Rosinsky hielt mit einer tadellosen Zweikampfbilanz den Laden hinten zusammen. Wurde es mal eng, unterstützte ihn Philip Burandt. Burandt- von den eigenen Qualitäten eigentlich ein Mann für Sandersdorfs Oberligateam- holte mit Auge und Ballgefühl wieder alles weg, schirmte die Kugel ab und eröffnete die Sandersdorfer Angriffe.

Kurz nach der Pause hielt Robert Hahn für die Sandersdorfer sehenswert gegen Eislebens Stefan Horlbog. Sandersdorf II besaß folglich die große Chance zum Führungsausbau. Über Eric Semlin, Plomitzer, und Marose landete der Ball beim völlig freien Daniel Wawrzyniak. Dieser scheiterte an Bellstedt im Eislebener Gehäuse. Kurz danach riss MSV- Keeper Bellstedt Sandersdorfs Sturmspitze Marcus Plomitzer um. Referee Martin Krause ließ die Pfeife stumm. Gleiches tat er knapp zehn Minuten später auf der Gegenseite. Da schienen die Gastgeber berechtigt den Finger nach einem Elfmeter zu heben. Beide „Straftaten“ hoben sich wie in der Mathematik gegenseitig auf.
Hinten heraus zog der Platzherr alle Register. Doch die Sandersdorfer ließen keinen Torerfolg gegen sich zu. Nach einem heftigen Foul an Eric Semlin ließ Krause auch irrtümlich die Rote Karte gegen Eislebens Patrick Bloßfeld im Köcher (84.). Mit Abpfiff und dem 1:0- Sieg schien auch dies den Sandersdorfern egal.

   

   

Nächste Termine  


28.06.2019, 19:00 Uhr
(FB) Union vs. Hallescher FC
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29.06.2019, 14:00 Uhr
(FB) ESV Petersroda vs. Union
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05.07.2019, 19:00 Uhr
(FB) Union vs. SV 1890 Westerhausen
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12.07.2019, 18:30 Uhr
(FB) Union vs. VfB 1906 Sangerhausen
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18.07.2019, 18:45 Uhr
(FB) Union vs. SV Friedersdorf
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